525.300 Ausbildungsverträge wurden 2013 geschlossen – 2012 waren es noch 23.700 mehr. Damit ist die Zahl derer, die in Deutschland eine Lehre begonnen haben, so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das zeigen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die Zahlen sind in fast allen Branchen rückläufig, wie die Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat.

Den größten Rückgang verzeichneten die zwei größten Ausbildungsbereiche Handwerk sowie Industrie und Handel. In der Landwirtschaft hingegen fiel die Veränderung gegenüber dem Vorjahr eher niedrig aus. Lediglich im öffentlichen Dienst stieg die Zahl der neuen Lehrstellen. Allerdings macht dieser Sektor nur einen sehr geringen Teil des Ausbildungsmarktes aus.

Damit setzt sich ein schon im Vorjahr beobachteter Trend fort. Die Statistiker im Bundesamt erklären ihn mit der allgemeinen demographischen Entwicklung, also die geburtenschwachen Jahrgänge, sowie mit der steigenden Zahl von Studienanfängern.

Besonders stark nahm die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in den neuen Bundesländern ab. So ist in Brandenburg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um fast ein Zehntel gesunken, in den alten Bundesländern betrug der Rückgang nur knapp vier Prozent.