Eine Niederlassung der Bank of America in New York © Eduardo Munoz/Reuters

Die Bank of America muss im Streit über Altlasten aus der Finanzkrise laut dem Wall Street Journal mit einer Strafe von mindestens zwölf Milliarden Dollar (rund acht Milliarden Euro) rechnen. Die Summe sei zur Beilegung des Verfahrens zum Umgang mit faulen Hypothekenkrediten fällig, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Neben dem Justizministerium in Washington sind daran mehrere Bundesstaaten beteiligt. Mindestens fünf Milliarden Dollar dürften voraussichtlich fällig werden, um Hausbesitzern bei der Abzahlung ihrer Darlehen zu helfen.

Ein Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Zuletzt war die US-Bank JPMorgan Chase in einem ähnlichen Vergleich zu einer Rekordzahlung von 13 Milliarden Dollar verpflichtet worden. 

Die Bank of America muss bereits mehr als neun Milliarden Dollar dafür zahlen, dass sie den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac fragwürdige Hypothekenpapiere verkaufte, die nach dem Crash am US-Wohnungsmarkt drastisch an Wert verloren. Bei der Bank of America summierten sich Strafen und Vergleiche seit 2009 auf mehr als 25 Milliarden Dollar, errechnete die Financial Times. Die Bank hatte sich das Gros der Probleme durch den Kauf der Investmentbank Merrill Lynch und des Immobilienfinanzierers Countrywide eingefangen.

Auch andere Banken sind bereits zu Strafzahlungen verpflichtet worden, weil sie beim Verkauf von Hypothekenpapieren Risiken verschleiert haben sollen. Die Deutsche Bank etwa muss 1,9 Milliarden Dollar zahlen.