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Europas Unternehmen investieren am liebsten in die USA. Die meisten Direktinvestitionen aus der EU flossen im vergangenen Jahr in die Vereinigten Staaten. Auf Platz zwei landeten bereits Steuerparadiese wie Liechtenstein oder die Bermuda-Inseln mit 40 Milliarden Euro, wie die Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE mit Daten von Eurostat erstellt hat. Dies können etwa Beteiligungen an Briefkastenfirmen in diesen Offshore-Finanzzenten sein. Brasilien folgte auf Platz drei mit 36 Milliarden Euro vor der Schweiz, Hongkong und China. Aus Russland wurden den Angaben zufolge Investitionen im Umfang von elf Milliarden Euro abgezogen.

Die EU und die USA sind eng miteinander verflochten. Mit einem Volumen von 313 Milliarden Euro sind die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr der mit Abstand größte Direktinvestor in der EU gewesen. Das zeigt, wie wichtig der Handel mit den USA für die EU ist und warum Politik und Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks ein Freihandelsabkommen (TTIP) anstreben.

Auf Platz zwei folgte Brasilien mit 21 Milliarden Euro. Die Schweiz kam mit 18 Milliarden Euro auf Platz drei, gefolgt von Japan, Hongkong und Russland.

Eurostat definiert Direktinvestitionen als Investitionen eines Geldgebers mit dem Ziel, eine langfristige Beteiligung an einem Unternehmen zu erwerben.