In den Industriestaaten lebt der größte Teil der Menschen ab 65 Jahren von staatlichen Transferleistungen, zu denen auch die gesetzliche Rente zählt. Vor allem für den ärmeren Teil der Bevölkerung ist das die Haupteinnahmequelle, wie die Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista auf Basis von Zahlen der OECD für ZEIT ONLINE erstellt hat.

Insgesamt machen in den OECD-Ländern die Transferleistungen 59 Prozent des Einkommens der über 65-Jährigen aus. Rund ein Viertel des Haushaltseinkommens stammt aus Erwerbstätigkeit, 17 Prozent stammen aus Kapitalerträgen. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil aus Transferleistungen in den meisten europäischen Ländern, wo die gesetzliche Rente der wichtigste Pfeiler für das Einkommen im Alter darstellt. 

Einkünfte aus Arbeit spielen bei den ärmsten vier Zehnteln kaum eine Rolle; bei den reichsten vier Zehnteln hingegen machen solche Erträge 20 bis 40 Prozent des Gesamteinkommens aus. Laut einer aktuellen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO liegt das an der vielfach guten gesundheitlichen Verfassung der Besserverdienenden und der Möglichkeit, in hoch qualifizierten Jobs auch in einem Alter über 65 weiterzuarbeiten.

Einkommen aus Kapital, zu dem hier hauptsächlich Bezüge aus einer privaten Rentenversicherung zählen, spielen eine eher geringe Rolle – nur im oberen Zehntel machen sie rund ein Viertel der Einkünfte aus. In den ärmsten drei Zehnteln tragen Kapitalerträge dagegen zu nicht einmal zehn Prozent zum Haushaltseinkommen bei. Viele Menschen in weniger gut bezahlten Jobs hatten in jüngeren Jahren kaum Möglichkeiten, Geld für eine private Altersvorsorge beiseite zu legen, und erzielen darum im Alter kaum Einkünfte aus solchen Quellen.