Die Fleischpreise sind weltweit so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Das zeigt etwa der Fleischpreisindex der UN-Welternährungsorganisation. Er ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 90 Prozent gestiegen. 

Nach Angaben der Industrieländerorganisation OECD sind vor allem die wachsenden Kosten für Futtermittel für den Preisanstieg verantwortlich. Dessen ungeachtet steigt die weltweite Lust auf Fleisch, wie unsere Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat. Gerade in den Schwellenländern wächst die Nachfrage, während sie in den westlichen Industrienationen eher stagniert. Besonders stark ist der Zuwachs in China und Russland. Ein Grund könnte das steigende Einkommen der Mittelschicht sein: Wer mehr verdient, leistet sich in der Regel auch öfter mehr Fleisch.

Hühnerfleisch ist besonders beliebt. Die OECD prognostiziert, dass Hähnchenfleisch bis 2020 den größten Anteil am gesamten Fleischmarkt einnehmen wird. Bislang ist dies noch Schweinefleisch. Der Fleischkonsum pro Kopf wird laut OECD bis 2023 auf 36,3 Kilogramm steigen – 2,4 Kilogramm mehr als heute.

Insgesamt 72 Prozent des Wachstums entfalle auf Hähnchenfleisch, so die OECD. Der Grund: Hähnchenfleisch lässt sich besonders günstig produzieren und ist zudem über die meisten Kulturkreise hinweg akzeptiert.