Parfumflakons in einem Kaufhaus in Berlin © Fabrizio Bensch/Reuters

Die internationalen Krisen in der Ukraine, im Irak und im Nahen Osten haben den Optimismus der deutschen Verbraucher erheblich gedämpft. Vor allem das Vertrauen der Bürger in eine schwungvolle Entwicklung der Konjunktur ist im August geschrumpft, teilte das Marktforschungsinstitut GfK mit. Der Konsumklimaindex ging zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren zurück, von revidiert 8,9 Zählern im August auf 8,6 Punkte für September. 

Der Teilindikator für die Konjunkturerwartung stürzte in der monatlichen Umfrage von 35,5 auf 10,4 Punkte ab. Einen solch starken Einbruch binnen eines Monats hat es laut GfK seit Beginn der Erhebung im Jahr 1980 noch nicht gegeben. Der Index büßte die Gewinne aus dem vergangenen Jahr fast vollständig ein. Da sich bisher für keinen der internationalen Krisenherde eine nachhaltige Lösung abzeichne, steige bei den Verbrauchern die Verunsicherung über mögliche Folgen für die Wirtschaft, schrieben die Marktforscher.

Auch die Einkommenserwartungen erreichten nicht mehr den Höchstwert aus dem Vormonat. Der Index sank um 4,6 auf 50,1 Punkte. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen blieb nach Angaben der GfK weiter sehr hoch. Allerdings sei auch die historisch niedrige Sparneigung im August deutlich angestiegen. Die GfK wertete dies als einen möglichen Hinweis darauf, dass die Verbraucher ihr Geld künftig mehr zusammenhalten könnten. Dennoch gehen die Marktforscher weiterhin davon aus, dass der private Verbrauch in diesem Jahr um 1,5 Prozent steigen wird.