©Statista

Okay, die Männer sind auch nicht besser. Das gleich zu Beginn. Die werden schließlich auch besonders gern Autoschrauber oder Elektriker. Denn es können ja nicht alle CEO werden oder wenigstens Zahnarzt. Und auch nicht: Zahnarzthelferin.

Was natürlich stimmt. An der Zahnarzthelferin ist ja an sich auch nichts verkehrt. Für den Außenstehenden verwundert nur, mit welcher Vehemenz sich solche Berufe in den Ranglisten oben halten. Wer die aktuelle Hitliste der beliebtesten Ausbildungsberufe liest, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht, der ist aber zumindest ein wenig ernüchtert. 2014 – und Zahnarzthelferin, Friseurin und Verkäuferin sind in der Liste ganz oben.

Was Frauen wollen, das ist (bei der Wahl der Ausbildungsberufe) vor allem:

1. Kauffrau im Einzelhandel
2. Verkäuferin

3. Medizinische Fachangestellte
4. Bürokauffrau

5. Industriekauffrau
6. Zahnmedizinische Fachangestellte
7. Friseurin

8. Kauffrau für Bürokommunikation
9. Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk
10. Bankkauffrau

Bei den Männern, das sei hier der Vollständigkeit halber auch kurz erwähnt, sind Kfz-Mechatroniker, Einzelhandelskaufmann und Industriemechaniker am höchsten im Kurs, wie unsere Infografik von Statista zeigt. Auch das ist leider nicht gerade ein Ansatz, die Geschlechtergrenzen zu sprengen.

Die kaufmännischen Berufe sind übrigens über alle Geschlechtergrenzen hinweg vorn vertreten. Die beliebteste Lehre bleibt Einzelhandelskaufmann oder -frau vor den Verkäufern und Kraftfahrzeugmechatronikern.

Dass die jungen Menschen derzeit besonders gern studieren wollen, macht sich an den Zahlen auch bemerkbar. Die 2013 abgeschlossenen (insgesamt 525.900) Ausbildungsverträge bedeuten ein kräftiges Minus von mehr als vier Prozent zum Vorjahr. Alle Mann/Frau an die Uni? Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer.