Die IG Metall wird in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie voraussichtlich eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent über eine Laufzeit von einem Jahr fordern. Diese Zahl hat die Spitze der Gewerkschaft ihren regionalen Tarifkommissionen empfohlen.

Die wirtschaftliche Lage der Betriebe sei stabil, es gebe keinen Anlass für konjunkturelle Untergangsszenarien, sagte der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel. "Wenn es keine gute Verhandlungslösung gibt, dann müssen Gewerkschaften auch immer streikfähig sein", sagte er.  

Die endgültige Forderung soll am 27. November beschlossen werden, die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite sollen dann im Januar starten. Die aktuellen Tarifverträge laufen Ende Dezember aus, die Friedenspflicht endet am 28. Januar. Die Metallarbeitgeber hatten zuvor schon gesagt, eine Forderung zwischen fünf und sechs Prozent für überzogen zu halten.

Die IG Metall will neben der Lohnerhöhung in den Verhandlungen für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche verbesserte Bedingungen zur Altersteilzeit und zu einer neuartigen Bildungsteilzeit durchsetzen.