Die Bundesregierung hat sich auf konkrete Punkte ihres Klimaschutzpakets geeinigt, wie dpa auf Berufung auf Regierungskreise berichtet. Die Maßnahmen sollen zwischen 62 und 78 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen. Das ist notwendig, damit Deutschland seine Klimaziele doch noch erreicht. Bis 2020 sollen die Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent reduziert werden – ein Ziel, das Deutschland nach aktuellem Stand deutlich verfehlen wird.

Im Zentrum der Maßnahmen stehen demnach Einsparungen von 25 bis 30 Millionen Tonnen CO2 durch einen geringeren Energieverbrauch, etwa durch energetische Sanierungen und bessere Dämmung. Um dafür weitere Anreize zu schaffen, sollen Sanierungskosten künftig mindestens teilweise über mehrere Jahre von der Steuerschuld abgezogen werden können. Hierzu soll ein Gesamtpaket mit den Ländern geschnürt werden. 

Mit dem Paket will die Bundesregierung rechtzeitig zu den Verhandlungen über einen für 2015 geplanten Weltklimavertrag beim UN-Klimagipfel in Lima Handlungsfähigkeit demonstrieren. Die von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erarbeiteten Maßnahmen sollen am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden.

Wie es hieß, sind außerdem zusätzliche Einsparungen von 22 Millionen Tonnen CO2 bei Kraftwerken vorgesehen. Dazu wolle Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) 2015 ein eigenes Gesetz vorlegen. Die Einsparung soll von den Betreibern flexibel auf die rund 500 fossilen Kraftwerke verteilt werden können.

Weitere sieben bis zehn Millionen Tonnen CO2 sollen im Verkehr eingespart werden. Hier sind steuerliche Abschreibungen im gewerblichen Bereich beim Kauf von Elektroautos geplant. Eine strengere Düngemittelverordnung soll bis zu 3,6 Millionen Tonnen Einsparung in der Landwirtschaft bringen. Die Abfallbranche soll, etwa durch Neuregelungen für Deponien, etwa drei Millionen Tonnen CO2 sparen.