Die Bürgerinitiative Stop TTIP hat nach eigenem Bekunden europaweit bereits mehr als eine Million Unterschriften gegen weitere Verhandlungen über das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA gesammelt. Die Petition will auch die Ratifizierung des Freihandelspakts Ceta mit Kanada verhindern, der schon viel weiter gediehen ist als TTIP. Kritiker der Abkommen befürchten eine Senkung von Umwelt- und Verbraucherstandards sowie eine Aushöhlung demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien.

Stop TTIP vereinigt fast 300 europäische Organisationen. Der Zusammenschluss will über eine europäische Bürgerinitiative die EU-Kommission zum Handeln zwingen, ähnlich wie das durch Volks- oder Bürgerbegehren in einzelnen Ländern möglich ist. 

Mit der Sammlung von mehr als einer Million Unterschriften hat die Initiative eine erste Hürde für ihr Anliegen genommen. Gefordert wird zudem, dass in sieben EU-Ländern jeweils eine Mindestzahl von Stimmen zusammenkommt. Dies hat Stop TTIP zwar in Deutschland erreicht, in anderen Ländern aber noch nicht.

Stop TTIP kämpft auch noch darum, als europäische Bürgerinitiative anerkannt zu werden. Die EU-Kommission hatte das abgelehnt. Dagegen hat die Initiative eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht.