Die Grünen wollen mit Kaufanreizen von mehreren Tausend Euro die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland steigern. Die Bundestagsfraktion fordert, private Fahrzeughalter beim Kauf eines E-Autos mit 5.000 Euro und beim Kauf eines Hybridfahrzeuges mit 2.000 Euro zu unterstützen. Ein entsprechender Antrag solle in den Bundestag eingebracht werden, kündigte der Abgeordnete Stephan Kühn in der Leipziger Volkszeitung an.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stehe bei der Förderung von Elektromobilität auf der Bremse, sagte Kühn. Noch immer seien die hohen Anschaffungskosten für Elektroautos eine wesentliche Kaufhürde. Der Bund solle zur Finanzierung der Prämie einen Fonds auflegen. Dieser solle sich aus der Kfz-Steuer für Pkw speisen, deren CO2-Ausstoß oberhalb der europäischen Grenzwerte liegt.

Zu kaufen gibt es bereits viele Elektrofahrzeugmodelle, ihr Absatz läuft aber nur sehr schleppend. Im Jahr 2014 wurden nur 8.522 Elektroautos neu zugelassen. Nach Angaben der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) sind auf deutschen Straßen derzeit rund 24.000 Elektroautos zugelassen. Eigentlich sollten es bis Ende des vergangenen Jahres nach den Plänen von Politik und Wirtschaft schon 100.000 sein.

Elektroautos sind in der Regel deutlich teurer als ihre mit Benzin oder Diesel betriebenen Pendants. Weitere Probleme sind die immer noch geringere Reichweite der Elektrofahrzeuge sowie die lückenhafte Lade-Infrastruktur.