Der Energiekonzern E.on hat im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro verbucht. Das ist der höchste Fehlbetrag seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2000.  

Der Konzern will sich im kommenden Jahr komplett umstrukturieren. Dafür hat das Unternehmen alle seine Geschäftsbereiche neu bewertet. Das habe zu Abschreibungen geführt in Höhe von 5,4 Milliarden Euro und sei der Hauptgrund für den Rekordverlust.

Zudem belasteten gefallene Strom-Großhandelspreise und Wechselkurseffekte das Ergebnis, teilte Konzernchef Johannes Teyssen mit. Das Unternehmen hatte bereits im Jahr 2011 als Folge der Energiewende hohe Verluste verbucht, damals in Höhe von 2,2 Milliarden Euro.

E.on hatte Ende November angekündigt, sich als Reaktion auf die Energiewende 2016 aufspalten und dabei den gesamten Teil mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken in eine neue Gesellschaft ausgliedern zu wollen. Der Hauptkonzern will sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren.