Die Weltwirtschaft hängt an China – wie sehr, zeigt diese Grafik, erstellt vom Portal Statista für ZEIT ONLINE. Von 2009 an ging Jahr für Jahr mehr als die Hälfte aller Eisenerzimporte weltweit nach China, zuletzt waren es weit mehr als 60 Prozent. Im gleichen Zeitraum kaufte China auch einen großen Teil des weltweit gehandelten Aluminiums, Mangans und Kupfers auf.   

Zur Jahrtausendwende waren die Mengen noch deutlich kleiner. Das zeigt, wie sehr das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft in den Jahren seither an Fahrt gewonnen hat – und wie sehr mit ihr auch die Bedeutung Chinas für die Welt wuchs. Der durch China ausgelöste Rohstoffboom holte ganze Länder aus der Krise. So verhalf er beispielsweise dem bankrotten Argentinien zu Devisen. 

Zuletzt allerdings wuchs Chinas Wirtschaft nicht mehr so schnell, und mit ihr nahm auch die Kraft des weltweiten Rohstoffbooms ab. "Die Anpassungen der Schwerindustrie (in China) bedeutet geringere Importe (...), was eine Reihe von so diversen Ländern wie Australien, Brasilien, Gabun, Myanmar und Südafrika betrifft", schreibt die OECD in einem Report. Doch während China Fabriken der Schwerindustrie schließt, baut es auch sein Eisenbahn- und Stromnetz aus. Auch dafür braucht man Metalle. Die OECD hofft, dass die angekündigten Investitionen die chinesische Nachfrage wenigstens teilweise stützen.