Die Wirtschaft wächst, allein in diesem Jahr rechnet die Bundesregierung mit 1,8 Prozent. Aber wie eine Auswertung der Industrieländerorganisation OECD zeigt, profitierten – zumindest in der Vergangenheit – wohlhabende und ärmere Haushalte extrem unterschiedlich von der Ausweitung der Produktion. Das zeigen die Zahlen, welche das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE grafisch aufbereitet hat.  

Die untere Mittelschicht konnte ihr Haushaltseinkommen in den Jahren 1995 bis 2011 im Schnitt nur um 0,17 Prozent steigern. Wohlhabende dagegen schafften 1,01 Prozent, also fast das Sechsfache.

Die Gründe für diesen Trend sind vielschichtig, denn schließlich gibt es verschiedene Entwicklungen: Auf der einen Seite sind gerade die Reallöhne in den vergangenen Jahren nur gering angestiegen, beziehungsweise sogar gesunken, gerade die von Geringverdienern.     

Auf der anderen Seite konzentrieren sich die Vermögen immer stärker: Wer ein hohes Einkommen hat, der kann eben auch viel zur Seite legen und profitiert etwa von der Entwicklung an den Kapital- und Aktienmärkten. All dies hat Einfluss auf die Summe, die Haushalte am Ende zur Verfügung haben.