Barclays Bank in London © Carl Court/AFP/Getty Images

Der Skandal um die Manipulation von Devisenkursen kommt zahlreiche Großbanken teuer zu stehen. Fünf Banken müssen insgesamt 5,7 Milliarden Dollar zahlen, wie das US-Justizministerium mitteilte. 

Auf die amerikanischen Institute JP Morgan Chase und Citigroup entfallen demnach 550 Millionen beziehungsweise 925 Millionen Dollar, auf die britischen Banken Barclays und RBS 650 Millionen sowie 395 Millionen Dollar. In der Gesamtsumme von 5,7 Milliarden Dollar sind 1,6 Milliarden Dollar an weiteren Strafen enthalten, die von der US-Notenbank verhängt wurden sowie zusätzliche 1,3 Milliarden Dollar, die an weitere Behörden in den USA und Großbritannien gehen.

Die Schweizer Großbank UBS muss eine Strafe von 545 Millionen Dollar entrichten.   

Alle Banken mussten sich krimineller Vergehen schuldig bekennen, weil Angestellte die Finanzmärkte manipuliert hatten. Devisenhändler der Institute sollen durch gemeinsame Tricksereien Wechselkursentwicklungen zu ihrem Vorteil gesteuert haben. Im Fall der UBS bezieht sich das Schuldbekenntnis allerdings auf illegale Preisabsprachen bei der Festsetzung des Referenzzinses Libor, der weltweit Finanzgeschäfte in Billionenwert beeinflusst. In dem Fall musste schon die Deutsche Bank eine Rekordstrafe zahlen.

Mit dem Vergleich haben sich die Banken nunmehr mit dem US-Justizministerium geeinigt. Neben der Geldstrafe verliert die UBS demnach ihre Immunität und damit den Schutz vor Strafverfolgung. Die Bank of America muss keine Geldstrafe zahlen, sondern nur die von den Behörden geforderte Entschädigung an ihre Kunden zahlen, teilte das Ministerium mit.

Die Regulierungsbehörden werfen den Devisenhändlern der großen Institute vor, sich zwischen 2007 und 2013 mithilfe von Kurznachrichten und in Chat-Foren abgesprochen zu haben, um einen Referenzsatz des Devisenmarktes zu manipulieren und sich auf Kosten der Kunden zu bereichern. Demnach wurde der Wechselkurs von Euro und Dollar manipuliert.

US-Justizministerin Loretta Lynch sagte, innerhalb von fünf Jahren hätten Devisenhändler "beinahe täglich" Absprachen getroffen. Ihr Handeln habe "unzählige Kunden, Investoren und Institutionen weltweit" geschädigt.