In den Jahren 2015 bis 2024 werden die Deutschen laut einer Studie 3,1 Billionen Euro vererben. Das entspreche etwa 30 Prozent des Gesamtvermögens aller privaten Haushalte, heißt es in der Analyse des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Rund 2,1 Billionen Euro davon würden auf die nächste Generation übertragen. Im Vergleichszeitraum 2001 bis 2010 waren es inflationsbereinigt rund 1,8 Billionen Euro.

Wenige Deutsche werden demnach viel erben. So machen die oberen zwei Prozent aller Hinterlassenschaften etwa ein Drittel des gesamten Aufkommens aus. In der breiten Masse würden nur 1,4 Millionen Euro vererbt, heißt es in der Studie. Davon entfielen zehn Prozent auf Sachvermögen, der Rest verteile sich etwa gleichmäßig auf Immobilien (47 Prozent) und Geldvermögen (43 Prozent).

Künftig werden Erbschaften zunehmend ungleicher verteilt werden, prognostizieren die Wissenschaftler. "In Zukunft wird es immer wichtiger, wo die Immobilie steht, die ich erbe", sagte der Leiter der Studie, Reiner Braun, über Wertgefälle zwischen Regionen und Städten. Unterschiede gebe es heute bereits zwischen Ost und West. So kommen Gelderbschaften von mehr als 150.000 Euro im Osten (5 Prozent) seltener vor als im Westen (12 Prozent). 

Ab dem Jahr 2024 könnten die Deutschen wieder weniger vererben, heißt es in dem Bericht. "So sind immer mehr Vererbende auf professionelle Pflege im Alter angewiesen. Dadurch geht ein großer Teil des Erbes verloren", sagte Braun.