Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. ©Paul Zinken/dpa

Rechnet man das gesamte Privatvermögen der Menschen weltweit zusammen, ergibt das die stattliche Summe von 136 Billionen Euro, sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Es ist ein neuer Rekord. Das Geld würde reichen, um sämtliche Staatsschulden der Welt ungefähr drei Mal zu tilgen. Die Daten stammen aus dem Allianz Global Wealth Report 2015. Der Anstieg des Vermögens liegt laut dem Papier vor allem daran, dass viele Menschen wieder Geld zurücklegen. 

Für ihre Untersuchung haben die Ökonomen der Allianz offizielle statistische Daten aus insgesamt 53 Ländern der Welt ausgewertet. Insgesamt repräsentieren sie 91 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und fünf Milliarden Menschen.

Der Blick in den Report verrät: In Asien – mit Ausnahme Japans – wächst das Vermögen schneller als anderswo. Das Brutto-Geldvermögen, in dem etwaige Schulden nicht verrechnet sind, legte hier allein 2014 insgesamt 16,6 Prozent zu. Auch in Westeuropa scheint es bergauf zu gehen. Zum ersten Mal seit der Finanzkrise konnte hier ein höheres Wachstum verbucht werden als in Nordamerika. Während es in Westeuropa ein Plus von 6,7 Prozent gab, steigerten die Menschen in Nordamerika ihr Privatvermögen  nur um 4,8 Prozent. Im Vergleich der reichsten Länder führen die USA mit insgesamt 56 Billionen Euro trotzdem das Feld an.

Doch nicht nur das Privatvermögen hat sich im letzten Jahr vermehrt. Auch die Verschuldung hat zugenommen. Ungefähr 35 Billionen Euro Verbindlichkeiten stehen den 136 Billionen Euro Vermögen gegenüber. Das ist ein Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Und das Vermögen ist extrem ungleich verteilt. Der allergrößte Teil der Menschheit besitzt nur wenig Erspartes. Dem Global Wealth Report zufolge haben von den erfassten fünf Milliarden Menschen rund 3,5 Milliarden ein Nettovermögen von weniger als 6.100 Euro. Besser geht es da den 422 Millionen Personen, die ein Privatvermögen von mehr als 36.700 Euro besitzen. Die oberen zehn Prozent vereinen laut Global Wealth Report 80 Prozent des weltweiten Privatvermögens auf sich.

Auch in Europa ist das Vermögen ungleich verteilt, allerdings nicht in den europäischen Krisenländern wie Griechenland oder Spanien. Eine viel ungleichere Verteilung von privatem Geldvermögen gibt es zum Beispiel in der Schweiz oder in Österreich.

Interessanterweise ist auch Deutschland eines jener Länder mit relativ ungleichen Vermögensverhältnissen. Laut Wealth Report liegt das wohl in erster Linie an der langen Teilung des Landes in Ost und West. Insgesamt verfügen die Deutschen über ein privates Geldvermögen von ungefähr 5,2 Billionen Euro. Im europäischen Vergleich liegt das Land damit auf Platz zwei, hinter Großbritannien.

Geld ist für uns wichtig. Warum es jeder mag, erklärt der fiktive Wissenschaftler im Film. Er argumentiert mit einer Portion Halbwissen und schräger Philosophie.

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