Das Geschäft in der Brauereibranche ordnet sich neu: Mit der Übernahme von SABMiller durch AB InBev wird nun jedes dritte Bier der Welt von der neuen Mega-Brauerei hergestellt. Insgesamt 71 Milliarden Pfund (96 Milliarden Euro) zahlt Anheuser-Busch für den britischen Brauereikonzern SABMiller. Ein gigantisches Brauerei-Imperium entsteht.

Schaut man sich die größten Biermarken Deutschlands an, wird diese neue Dimension direkt deutlich: Gleich dreimal ist die AB InBev in den größten deutschen Biermarken vertreten. Mehr als sieben Millionen Hektoliter Bier verkauft Anheuser-Busch jedes Jahr in Deutschland. Dabei machen Beck's, Hasseröder und Franziskaner den größten Anteil mit knapp sechs Millionen Hektolitern aus.

Der Konzern liegt damit auf Platz zwei in Deutschland direkt hinter der Radeberger-Gruppe, die insgesamt mehr als elf Milliarden Hektoliter pro Jahr in Deutschland verkauft. Mit der Übernahme von SABMiller wird sich das nun eventuell noch mal verändern, nun kommen Marken wie Pilsner Urquell oder Grolsch hinzu. Der deutsche Biermarkt wird momentan vor allem von drei großen Konzernen beherrscht: der Radeberger-Gruppe, der Bitburger-Gruppe und eben AB InBev. Doch auch Konzerne, die sich vor allem auf die Herstellung eines Bieres konzentrieren, wie Oettinger und Krombacher, machen einen entscheidenden Anteil aus.

Die größten deutschen Biermarken im Vergleich ©Inside Getränke Markt-Magazin / Statista

Der Brauriese AB InBev ist in den letzten Jahren stetig zum größten Bierkonzern der Welt geworden. 2008 fusionierten die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe und der US-Konzern Anheuser Busch. Nun wächst das Bierimperium also noch weiter und spielt vielleicht in Zukunft auch auf dem deutschen Markt eine noch zentralere Rolle.