Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor einer Hungersnot in Zentralamerika: Wegen des Klimaphänomens El Niño seien schon bald rund 2,3 Millionen Menschen auf Nahrungshilfe angewiesen, teilt die Organisation mit. Um die Menschen ausreichend zu versorgen, benötige das Ernährungsprogramm der Vereinten Nationen rund 75 Millionen US-Dollar. Doch die Kassen der Organisation seien so gut wie leer, sagt Miguel Barreto, Regionaldirektor für Lateinamerika.

Schon jetzt ist die Versorgungssituation angespannt. Zwischen Guatemala und Nicaragua herrsche seit rund zwei Jahren eine ungewöhnliche Trockenheit, welche die Erträge der Farmer mindere, teilt die Organisation mit. "Das hat viele kleine Produzenten schwer getroffen und sie haben kaum die Möglichkeit, sich von davon zu erholen", sagt Barreto. "Noch in dieser Saison werden wir 550.000 Menschen versorgen müssen."

Die Organisation geht davon aus, dass die Trockenheit aufgrund des derzeit stark wirkenden El Niños noch bis Anfang des Jahres anhalten dürfte. Spätestens im April würden dann deutlich mehr Menschen auf Hilfe angewiesen sein. Schon jetzt verfügten bereits mehr als die Hälfte der Haushalte über keine Nahrungsmittelvorräte mehr.

Klimawandel - Wo El Niño den Menschen besonders trifft Das Klimaphänomen wirkt sich vor allem in Südamerika und Teilen Afrikas aus. Welche Regionen besonders betroffen sind und wie El Niño entsteht, zeigt dieses Video.