Die US-Investmentbank Goldman Sachs will durch Milliardenzahlungen Rechtskonflikte mit US-Behörden um dubiose Hypothekengeschäfte beilegen. Die Bank einigte sich mit den Behörden grundsätzlich auf eine Zahlung von 5,1 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 4,7 Milliarden Euro, um den Vorwurf betrügerischer Geschäfte aus dem Weg zu räumen. Die Grundsatzeinigung sei mit der für Finanzbetrug zuständigen Stelle des US-Justizministeriums erzielt worden, teilte das Finanzinstitut mit.

Es geht um umstrittene Geschäfte am Markt für Wertpapiere, die mit Immobilienkrediten hinterlegt sind. Die Deals spielten sich in den Jahren 2005 bis 2007 ab – also vor der Finanzkrise, die mit einem Kollaps des US-Häusermarkts begonnen hatte. Goldman Sachs teilte mit, dass das Ergebnis im vierten Quartal 2015 durch den Vergleich mit 1,5 Milliarden Dollar nach Steuern belastet werde. Die Bank will ihre Zahlen am kommenden Mittwoch vorlegen.

Goldman Sachs gehört zu den letzten Banken, die sich in ähnlichen Fällen mit den Behörden auf umfangreiche Vergleiche geeinigt haben. Zuvor hatten unter anderem die Bank of America und JPMorgan Chase in den Jahren 2014 und 2015 derartige Absprachen erzielt.