Investoren stehen in Shanghai vor einer Kurstafel. © Aly Song/Reuters

Chinas Außenhandel ist im ersten Monat des neuen Jahres stärker zurückgegangen als erwartet. Wie die Zollverwaltung in Peking am Montag mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 6,6 Prozent auf 1,14 Billionen Yuan (155 Milliarden Euro). Nachdem sich die Exporte im Dezember das erste Mal seit Monaten wieder erholt hatten, waren Analysten lediglich von einem Rückgang um 3,6 Prozent ausgegangen. Auch die Einfuhren blieben mit einem Minus von 14,4 Prozent auf 737,5 Milliarden Yuan (100,14 Milliarden Euro) hinter den Erwartungen zurück. Der Handelsüberschuss, also die Differenz aus Exporten und Importen, stieg auf 406,2 Milliarden Yuan (55,16 Milliarden Euro).

Die Zahlen sind ein neues Zeichen dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde wirtschaftlich schwächelt. Die Exportzahlen spiegeln eine niedrigere Nachfrage für Lieferungen von Produktionsgütern wieder, während die globale Erholung der Wirtschaft stockend vorangeht.

An Chinas Börsen ging es nach einer Woche Pause wegen des chinesischen Neujahrs am Montag zunächst ebenfalls abwärts. Ökonomen warten mit ihren Analysen zur Wirtschaftssituation in China allerdings meist so lange, bis Zahlen für den Februar erhältlich sind. Der Grund hierfür ist der Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfestes, der die Daten zum Jahresanfang verzerren kann.

Die Börsen in Shenzhen und Shanghai verbuchten wegen der Neujahrsfeiern am Montag erneut Verluste. Andere Handelsplätze in Fernost, vor allem die Börse in Tokio, starteten nach einer turbulenten Woche mit Gewinnen, die allerdings nicht die Verluste der vergangenen Woche ausgleichen können.