Der Angestellte einer russischen Ölfirma in Tuzlukushevskoye © Sergei Karpukhin/Reuters

Wegen seines Haushaltsdefizits will Russland unter anderem Anteile am wichtigen Ölkonzern Baschneft privatisieren. Das kündigte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew an. Demnach will Russland bis zu 25 Prozent der Aktien des Ölförderers zum Verkauf anbieten. Die Regierung erwägt auch eine Teilprivatisierung des größten russischen Erdölproduzenten Rosneft.

Der Absturz der Ölpreise hat im rohstoffreichen Russland eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Der ursprüngliche Haushaltsentwurf für 2016 basierte auf einem mittleren Preis von 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter). In den vergangenen Wochen kostete das Barrel jedoch um die 30 Dollar.

Nach eigenen Angaben hatte Baschneft die Ölförderung im vergangenen Jahr um 11,9 Prozent im Vergleich zu 2014 auf fast 20 Millionen Tonnen gesteigert. Die wichtigsten Förderstätten des Unternehmens liegen im Ural- und Wolgagebiet sowie in Westsibirien. Experten schätzen die Reserven des Konzerns auf rund 2,3 Milliarden Barrel, die Firma gehört zu den zehn wichtigsten Ölförderern in Russland. Baschneft, 1932 gegründet, hat seinen Sitz in Ufa, Hauptstadt der Teilrepublik Baschkortostan.