Eine Startbahn des Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) © Ralf Hirschberger/dpa

Aufgrund neuer Probleme mit dem Brandschutz wird sich die Inbetriebnahme des künftigen Hauptstadtflughafens BER weiter verzögern. Das berichtet der in Berlin erscheinende Tagesspiegel unter Berufung auf ein Schreiben des Technikchefs Jörg Marks an Projektbeteiligte. Wie die Zeitung berichtet hat das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald im laufenden Genehmigungsverfahren für den nötigen Umbau der BER-Entrauchungsanlage im Terminal Nachbesserungen von der Flughafengesellschaft (FBB) gefordert. Der Flughafen muss bei den Anträgen nacharbeiten, und die Baubehörde könnte weitere Auflagen verhängen. Dies würde zu neuerlichen Verzögerungen führen, wodurch die Inbetriebnahme des Flughafens auf das Jahr 2018 verschoben werden müsste.

Die Flughafengesellschaft prüfe die Hinweise des Bauordnungsamtes "ernsthaft und zuverlässig", heißt es in dem Schreiben. "Wir werden jetzt im Dialog mit der Bauaufsichtsbehörde zu klären haben, welche dieser Feststellungen zwingend vor der Genehmigung gelöst werden müssen oder aber als Forderungen Teil der Genehmigung sein können." Die Arbeiten an der Entrauchungsanlage hätten eigentlich im Sommer 2016 beendet sein sollen. 

Nach den Aussagen der Verantwortlichen hing die Einhaltung des Zeitplans vor allem vom laufenden Genehmigungsverfahren ab. Ende Februar hatte der Flughafen den sogenannten 5. Nachtrag zur BER-Baugenehmigung, der für den Umbau der Entrauchungsanlage nötig ist, eingereicht. Nach Angaben von Technikchef Marks ist der Flughafen von der Behörde jetzt "mit der Eingangsbestätigung aufgefordert worden, noch einzelne zusätzliche Nachweise, Planungen und Bauvorlagen zu liefern, um die Genehmigungs- und vor allem baurechtliche Abnahmefähigkeit nachzuweisen".

Der Flugbetrieb auf dem Großflughafen in Schönefeld bei Berlin sollte ursprünglich 2012 beginnen, doch kurz vor dem Termin musste die Eröffnung verschoben werden. Seitdem kommen die Arbeiten nicht hinreichend voran, die Eröffnung wurde immer weiter nach hinten gelegt. Zuletzt war vorgesehen, im zweiten Halbjahr 2017 den Betrieb zu beginnen.