Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Federal Reserve © Nicholas Kamm/AFP/Getty Images

Die US-Notenbank Federal Reserve lässt ihren Leitzins unverändert bei 0,25 bis 0,5 Prozent. Das hat der zuständige Ausschuss der Fed unter Leitung von Notenbankchefin Janet Yellen nach der März-Sitzung bekannt gegeben. Der Ausschuss begründete seine Zurückhaltung mit Risiken in der Weltwirtschaft.

Die meisten Experten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Eine Umfrage des Wall Street Journals unter Volkswirten ergab eine Wahrscheinlichkeit von lediglich zwölf Prozent für eine Erhöhung. Der US-Leitzins verharrte sieben Jahre lang auf einem Niveau nahe null. Im Dezember dann hob die Fed die Zinsen leicht an. Die letzte Erhöhung davor lag fast zehn Jahre zurück.

Die Notenbank signalisierte aber langfristig steigende Zinsen. Für das Jahresende sagt sie im Mittel ein Zinsniveau von 0,875 Prozent voraus. Noch im Dezember hatten sie jedoch 1,375 Prozent prognostiziert.

In Europa hatte die Europäische Zentralbank in einer gegenläufigen Entwicklung erst vergangene Woche die Geldpolitik weiter gelockert und den Leitzins auf Null gesenkt. Zudem gab Zentralbankchef Mario Draghi bekannt, das Programm zum Ankauf von Anleihen auszuweiten. Der Euro hatte im Vorfeld der Entscheidung leicht nachgegeben.