1. Kosmetikdatenbank

Sie wollen verstehen, welche Stoffe Sie sich täglich auf die Haut cremen oder in die Haare massieren? Um die Inhaltsstoffe von Lippenstiften, Tagescremes, Shampoos und Spülungen zu entschlüsseln, sind leider meist tiefere Kenntnisse eines Chemiestudiums notwendig. Oder wissen Sie was Coumarin, Butyl Glycolate oder Metaphosphoric Acid ist?

Auf der Website www.haut.de finden Sie ausführliche Informationen zu kosmetischen Inhaltsstoffen, den sogenannten INCI (International Nomenclature Cosmetic Ingredients). Von Abalone Extract bis Zederone erklärt die umfangreiche Datenbank unter anderem die kosmetischen Funktionen der Stoffe ("hält die Haut feucht"), in welchen Produkten sie vorkommen ("wird in Shampoos und Deodorants verwendet") oder ob sie Kontaktallergien ("allergologische Relevanz") auslösen können.

Die Website kooperiert unter anderem mit dem Bundesverband Deutscher Kosmetiker/innen e. V. und ist insofern keine unabhängige Quelle. Für Verbraucher, die Infos über Kosmetik suchen, ist sie trotzdem empfehlenswert. Sie ist gründlich recherchiert, umfangreich und deutlich informativer als gängige Inhaltsstofflisten.

2. Portal gegen Lebensmittelmogeleien

Als vegan deklarierte Iglo-Gemüsestäbchen können Fischeiweiß enthalten. Ein als Orange-Mango-Karotte beworbener Smoothie enthält als erste Zutat Traubensaft. Ein Buttermilchdessert der Marke Thüringer Land wird in Bayern hergestellt. Fühlen Sie sich beim Einkaufen von Lebensmitteln getäuscht, können Sie auf der Seite www.lebensmittelklarheit.de Produkte recherchieren oder melden.

Das Portal bietet Informationen rund um die Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln. Betrieben wird es vom Bundesverband der Verbraucherzentralen, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Projekt. Leider werden die Inhalte nicht als App für unterwegs bereitgestellt. Als unabhängige Anlaufstelle für Mogeleien der Lebensmittelindustrie trotzdem empfehlenswert.

3. Warnung vor Lebensmitteln

Plastik im Snickers, Salmonellen im Brie-Käse oder Glassplitter im Essiggurkenglas: Fehler bei industriellen Prozessen im Nahrungsmittelbereich sind besonders heikel, da sie schnell eine Gefahr für die Gesundheit von Verbrauchern darstellen können. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betreibt gemeinsam mit den Bundesländern deshalb das Informationsportal www.lebensmittelwarnung.de.

In Regel kommen die Warnungen von den Lebensmittelproduzenten selbst oder von zuständigen Behörden, denen Unregelmäßigkeiten aufgefallen sind. Meistens rufen die Hersteller ihre Produkte daraufhin offiziell zurück. Wichtig sind dafür das Mindesthaltbarkeitsdatum, Produktnummern oder die betroffenen Supermärkte.

4. Übersicht im Etikettenwirrwarr

Siegel und Label auf Produkten sind Segen und Fluch. Einerseits helfen sie beim Orientieren, Hersteller nutzen solche Etiketten aber auch gerne als Werbemaßnahme. Verbrauchern, die verstehen möchten, wie streng die Kriterien des Blauen Engels sind und warum das Label DLG-prämiert kaum etwas aussagt, hilft die Datenbank von www.label-online.de. Von "besonders empfehlenswert" bis "keine Wertung" werden hier mehr als 550 Etiketten dargestellt.

Durch die Bewertungen und Hintergrundinformationen lässt sich schnell erfassen, welches Zeichen was bedeutet und welche Qualität dahinter steckt. Schade ist nur, dass das Kriterium "Nachhaltigkeit" nicht mit in die Note einfließt. Positiv: Neben der Website bieten die Macher der Verbraucher Initiative e. V. auch eine kostenlose App für Android- und iOS-Geräte an.

Eine alternative Website des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finden Sie außerdem unter www.siegelklarheit.de. Bislang werden hier vor allem Umwelt- und Sozialsiegel im Bereich Textilien verglichen. Der Rest befindet sich noch im Aufbau. Auch hier gibt es bereits eine App im Google Play Store und im Apple Store.