Zerstörte Halle nach dem Großbrand bei Wiesenhof © Carmen Jaspersen/dpa

Der Geflügelproduzent Wiesenhof will nach einem Großbrand am Standort Lohne einen Teil der 1.200 Beschäftigten dort entlassen. Für die betroffenen Mitarbeiter werde ein Sozialplan erstellt, teilte das Unternehmen nach einer Mitarbeiterversammlung mit.

Beschäftigt sind in Lohne 750 Festangestellte sowie 450 Leiharbeiter und Werksvertragsbeschäftigte. Noch ist nicht bekannt, wie viele Mitarbeiter ihren Job verlieren und wie viele an andere Unternehmensstandorte versetzt werden sollen. Das will Wiesenhof nach eigenen Angaben im Laufe der nächsten Woche mitteilen. 

Die Produktion in Lohne steht still. Das Großfeuer hatte am Ostermontag einen geschätzt zweistelligen Millionenschaden verursacht. Die Ursache ist bisher unbekannt. Brandermittler haben den Komplex inzwischen besichtigt. "Ergebnisse wird es aber erst in Monaten geben", sagte eine Polizeisprecherin. Über 400 Feuerwehrleute hatten stundenlang gegen das Feuer gekämpft. Nach Angaben der Polizei wurden ein Mitarbeiter und ein Angehöriger der Rettungskräfte leicht verletzt.

Niedersachsen - Großbrand bei Wiesenhof Beim Geflügelverarbeiter Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist am Montagnachmittag ein Großbrand in Teilen des Werkes ausgebrochen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Bei dem Brand wurden keine Tiere getötet. Eine Anlieferungs- und eine Produktionshalle wurden vollständig zerstört. Deshalb ist laut Wiesenhof derzeit keine Schlachtung in Lohne möglich. Zur Schlachtung vorgesehene Hühner würden an andere Standorte transportiert. Vor dem Brand wurden laut NDR in Lohne täglich 370.000 Tiere pro Tag geschlachtet, das entspricht mehr als 100 Millionen im Jahr. 

Der Dachkonzern von Wiesenhof, PHW, ist Marktführer im Bereich Geflügelfleisch. Konzernweit beschäftigt das Unternehmen 6.600 Menschen, der Umsatz lag im vergangenen Geschäftsjahr laut PHW bei 2,38 Milliarden Euro. 689.609 Tonnen Geflügelfleisch verkaufte Wiesenhof im Jahr 2015.