Die US-Behörden gehen juristisch gegen die Steuerpraktiken von Facebook vor. Die Steuerbehörde IRS reichte eine Klage gegen den Konzern ein, in der es um die finanzielle Verbindung zur europäischen Facebook-Zentrale in Dublin geht.

In der bei einem Gericht in San Francisco eingereichten Klagen fragt die Behörde nach den Rechten und Vermögenswerten, die an die irische Filiale von Facebook übertragen wurden. Facebook hatte zuvor die Herausgabe entsprechender Dokumente verweigert. Mit der Klage wollen die Ermittler die Einsicht nun durchsetzen.

Der Konzern ging in einer knappen Stellungnahme nicht näher auf die Klage ein. Das Unternehmen halte sich "an die geltenden Gesetze und Regeln der Länder, in denen es tätig ist", teilte eine Facebook-Sprecherin mit.

Facebook und anderen US-Internetkonzerne wie Amazon, Apple und Google wird regelmäßig in den USA wie auch in Europa vorgeworfen, ihre Steuerzahlungen mithilfe von Niederlassungen in Steueroasen drastisch zu senken. Dabei spielt Irland eine große Rolle, das zu den EU-Ländern mit den niedrigsten Unternehmenssteuersätzen gehört.