Mit der Einführung von Schockfotos und größeren Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln ist der Absatz von Tabakwaren gesunken. Im dritten Quartal wurden in Deutschland 11,3 Prozent weniger Zigaretten versteuert als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Auch der Absatz von Zigarren und Zigarillos sowie die Menge des versteuerten Feinschnitts zum Selbstdrehen gingen zurück. Dagegen stieg der Absatz von Pfeifentabak im Vergleich zum Vorjahresquartal um 33 Prozent.

Die Statistiker erklärten den Rückgang mit der Verschärfung der Warnhinweise infolge der EU-Tabakrichtlinie, die in Deutschland seit dem 20. Mai gilt. Hersteller müssen daher ihre Produktion umstellen. Im ersten Quartal hatten sie noch Ware nach den alten Bestimmungen produziert, weil diese noch ein Jahr lang weiter verkauft werden darf.

Insgesamt wurden im dritten Quartal bundesweit Tabakwaren im Verkaufswert von 6,3 Milliarden Euro versteuert. Das waren 10,9 Prozent weniger als im Vorjahr.