Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober um 68.000 auf 2,54 Millionen gesunken. Das sind 109.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Durch die gute Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf dem tiefsten Stand seit einem Vierteljahrhundert.

Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent zurück. Der Rückgang war stärker als in den Vorjahren und kräftiger als erwartet. Eine niedrigere Arbeitslosenzahl gab es zuletzt im Juni 1991. "Im Zuge der Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken, die Beschäftigung ist wieder gestiegen und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern legte weiter zu", sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise.

Rechnet man die für die Jahreszeit üblichen Schwankungen aus, sank die Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat überraschend deutlich um 13.000. Grund sei unter anderem die unverändert steigende Nachfrage nach neuen Mitarbeiten. 

Gleichzeitig ist die Zahl von Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit, die sogenannte Unterbeschäftigung, saisonbereinigt um 11.000 gestiegen. Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik, insbesondere für geflüchtete Menschen. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Oktober 2016 auf 3.506.000 Personen. Das waren 34.000 mehr als vor einem Jahr.