Lufthansa - Piloten streiken erneut am Dienstag und Mittwoch Die Lufthansa-Piloten legen nach gescheiterten Tarifgesprächen am Dienstag und Mittwoch die Arbeit erneut nieder, teilte die Gewerkschaftvereinigung Cockpit mit.

Die Lufthansa-Piloten legen nach gescheiterten Tarifgesprächen am Dienstag und Mittwoch die Arbeit erneut nieder. Am Dienstag sollen Kurzstreckenflüge bestreikt werden, am Mittwoch dann Kurz- und Langstreckenverbindungen, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mit. Sie begründete ihre Ankündigung damit, dass ein kurzfristig anberaumtes Spitzengespräch am Sonntag "kein Ergebnis gebracht" habe.

Für Dienstag seien "in der Zeit von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr alle Piloten der Kurzstrecken-Flotten zum Streik aufgerufen", teilte die Pilotenvereinigung auf ihrer Internetseite mit. Am Mittwoch dann sollten "in der Zeit von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr alle Piloten der Kurz- und Langstrecken-Flotten" die Arbeit niederlegen. "Es sind jeweils alle Flugverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen", hieß es weiter.

Von Mittwoch bis Samstag hatten die Piloten wegen des Tarifkonflikts die Arbeit niedergelegt, am heutigen Sonntag fallen dem Unternehmen zufolge nur noch wenige Flüge aus. An den vier Streiktagen verpassten rund 350.000 Passagiere ihren Flug. Die Gewerkschaft kündigt ihren Streik mindestens 24 Stunden im Voraus an.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit verlangt für die rund 5.400 Piloten der Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings Tariferhöhungen von insgesamt 22 Prozent. Die Airline hatte am Freitag ein Angebot gemacht, das neben höheren Gehältern und Jobgarantien auch Lösungsvorschläge für weitere offene Tarifthemen enthielt. Im Einzelnen sah das Angebot 4,4 Prozent Gehaltssteigerungen in zwei Stufen bis Mitte 2018 vor. Die Gewerkschaft lehnte den Vorschlag ab. "Es gab keine Bewegung seitens Lufthansa auf uns zu", hatte Cockpit-Vorstand Jörg Handwerg gesagt. "Wir brauchen ein verhandlungsfähiges Angebot. Ansonsten kann es immer wieder zu Streikmaßnahmen kommen."