Pilotenstreik - Lufthansa stellt Eilklage gegen Cockpit Mit einer einstweiligen Verfügung will das Unternehmen Lufthansa den für Mittwoch geplanten Pilotenstreik noch gerichtlich stoppen. Fast 900 Flüge wurden im Zug des Streiks gestrichen. © Foto: Kai Pfaffenbach/Reuters

Die Lufthansa annulliert am Mittwoch wegen des Pilotenstreiks insgesamt 900 Flüge. Von 3.000 geplanten Verbindungen sollen nur 2.124 stattfinden, teilte das Unternehmen mit. Darin sind allerdings auch Flüge von Konzerngesellschaften enthalten, die nicht bestreikt werden. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte gestern die 5.400 Lufthansa-Piloten zu einem 24-stündigen Streik am Mittwoch aufgerufen.

Nach Lufthansa-Angaben betreffen die Flugstreichungen insgesamt bis zu 100.000 Passagiere und sowohl Verbindungen auf der Kurzstrecke als auch auf der Langstrecke. Planmäßig durchgeführt würden hingegen die Flüge der Töchter Germanwings, Eurowings, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines.

Zugleich versucht der Konzern, den Streik der Piloten noch in letzter Minute zu verhindern. Die Fluglinie habe eine einstweilige Verfügung gegen den Ausstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit beantragt, sagte eine Sprecherin des Arbeitsgerichts Frankfurt. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, aus Sicht der Airline sei der Streikaufruf von Cockpit fehlerhaft.

Es würde sich um den 14. Streik in der laufenden Tarifauseinandersetzung handeln. Dieses Mal geht es ausschließlich um die Tarifgehälter der Piloten der Lufthansa, der LufthansaCargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Vereinigung Cockpit fordert rückwirkend ab 2012 eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent im Jahr. Die Lufthansa bietet 2,5 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren.