Im Kampf gegen Luftverschmutzung und Protz erhebt China eine Sondersteuer von zehn Prozent auf Luxusautos. Nach Angaben des Finanzministeriums soll so die Verschwendung von Geld eingedämmt werden. Demnach gilt die Steuer ab sofort für Fahrzeuge ab einem Preis von 1,3 Millionen Yuan (rund 178.000 Euro).

Besonders betroffen sind Nobelkarossen von Herstellern wie Ferrari, Aston Martin und Rolls-Royce. Doch auch sehr exklusive Modelle der deutschen Autobauer BMW, Daimler und Audi könnten so höher besteuert werden.

Analysten und Vertreter von Autokonzernen rechneten jedoch nur mit begrenzten Auswirkungen auf die Unternehmen. "Der Großteil unseres Geschäftes wird nicht betroffen sein", sagte etwa ein Sprecher einer BMW-Niederlassung in Peking. Nur ein kleiner Teil der Autos, die BMW in China verkaufe, koste mehr als 1,3 Millionen Yuan.

Die chinesische Führung, allen voran Präsident Xi Jinping, geht seit einigen Jahren gegen allzu großen Protz der Reichen vor. Auf den Verkauf von Luxusgütern wie Edel-Spirituosen und teure Handtaschen hat sich das bereits ausgewirkt.