Mehr als 40 Jahre ist es her, dass die Apollo-17-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Mond erreichte. Es war der bislang letzte bemannte Raumflug zu dem Erdtrabanten. SpaceX möchte das ändern – im Jahr 2018 will das private Raumfahrtunternehmen zahlende Touristen um den Mond fliegen. Die Mission biete Menschen die Gelegenheit, "schneller und weiter in das Sonnensystem zu reisen als jemals zuvor", sagte SpaceX-Chef Elon Musk. Die Mondreise der Privatzahler wäre die bislang weiteste Weltraumfahrt von Menschen überhaupt.

Interessenten gebe es auch schon: Zwei Kandidaten hätten schon eine "bedeutende Anzahlung" geleistet und seien dabei, Fitness- und Gesundheitstests zu absolvieren, teilte SpaceX mit, ohne Namen zu nennen. Schon mehrfach wurden Touristen ins Weltall gebracht, eine Mondumrundung mit Raumfahrtlaien gab es aber noch nicht.

Die Weltraumtouristen sollen an Bord einer Dragon-Raumkapsel des Unternehmens ins All fliegen. Bisher werden mit dieser Essen, Ausrüstung und Treibstoff zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Als Trägersystem soll eine Falcon-Heavy-Rakete dienen, die in diesem Sommer ihren ersten Testflug absolvieren soll. Die Nasa gratulierte ihrem "Branchenpartner" per Mitteilung. Man arbeite bei der Aktion eng zusammen, hieß es.

US-Milliardär Musk sorgt immer wieder mit ungewöhnlichen Ideen für Aufsehen. Der Visionär aus dem Silicon Valley will mit Elektroautos und Solarenergie den Klimawandel bekämpfen. Der Tesla-Chef kündigte an, den Tunnelbau mit neuen Techniken zu revolutionieren und will mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX, das Raketen zu wiederverwertbaren und somit erschwinglichen Transportmitteln machen will, eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten. Kritik an Musk wurde zuletzt laut, weil er in einem Wirtschaftsrat von US-Präsident Donald Trump sitzt.

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