Die wohlhabenden Bundesländer haben 2016 eine neue Rekordsumme an die ärmeren gezahlt. Nach endgültigen Zahlen des Bundesfinanzministeriums beträgt diese 10,62 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von gut einer Milliarde Euro im Vergleich zu 2015.

Der größte Geldgeber ist und bleibt Bayern. Der Freistaat zahlte dem aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums zufolge mit 5,821 Milliarden Euro mehr als die Hälfte. Baden-Württemberg zahlte 2,538 Milliarden und Hessen 2,261 Milliarden. Alle anderen Länder profitierten von den Zahlungen – am meisten Berlin: Die Hauptstadt erhielt 3,919 Milliarden Euro.

Der Länderfinanzausgleich soll für annähernd gleiche Lebensverhältnisse aller Bundesbürger sorgen. Wegen des anhaltenden Streits über die Ungleichgewichte im Länderfinanzausgleich haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, das System zu reformieren.

Die geltenden Regelungen des Finanzausgleichs laufen im Jahr 2019 aus. Der Länderfinanzausgleich im engeren Sinne wird dann in seiner derzeitigen Form abgeschafft. Das ist Teil eines ausgehandelten Kompromisses von Bund und Ländern. Das Gesetzgebungsverfahren in Bundestag und Bundesrat dauert aber noch an.