Eine große Mehrheit der Deutschen fürchtet, dass sich die Altersarmut in Deutschland in den kommenden zehn Jahren ausweiten wird. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts für den Lions-Club hervor.

In der Umfrage stimmten 50 Prozent der Aussage "voll und ganz zu", dass die Altersarmut in Deutschland weiter zunehmen wird. Weitere 35 Prozent gaben an, sie würden dem "eher" zustimmen. Das Forsa-Institut hatte vom 28. März bis zum 4. April 1.001 Bürger ab 18 Jahren befragt.

Vier von fünf dieser Befragten teilen außerdem die Sorge, dass Kinder aus sozial schwachen Familien im Bildungssystem künftig vernachlässigt werden. Fast die Hälfte glaubt, dass diese Kinder in zehn Jahren schlechtere Bildungschancen haben werden als Kinder aus bessergestellten Familien.

Aus der Forsa-Umfrage geht auch hervor, dass die Menschen in Ostdeutschland wesentlich stärker am gesellschaftlichen Zusammenhalt zweifeln, als die Westdeutschen. Insgesamt schätzt zwar etwas mehr als jeder Dritte in Deutschland den gesellschaftlichen Zusammenhalt als sehr stark ein. Doch in Ostdeutschland bewerten vier von fünf Befragten den Zusammenhalt als eher gering oder sehr gering. Unter den Westdeutschen liegt diese Quote bei drei von fünf.