Eine Investorengruppe unter deutscher Führung will den Hafen von Thessaloniki pachten. Das Konsortium habe das beste Angebot für den zweitwichtigsten Hafen Griechenlands vorgelegt, teilte der griechische Privatisierungsfonds (Taiped) mit. 

Der Hafen von Thessaloniki gilt als strategisch wichtig für den gesamten Balkan. Bei dem Geschäft geht es um die Verpachtung von zwei Dritteln des Hafens bis zum Jahr 2051. Das Konsortium unter Beteiligung der Deutschen Invest Equity Partners, der griechischen Belterra Investments und der französisch geführten Terminal Link SAS will für die Übernahme knapp 232 Millionen Euro zahlen, teilte der Privatisierungsfonds mit.

Die endgültigen Verträge sollen unterschrieben werden, wenn die griechischen Behörden eine Reihe von juristischen Kontrollen durchgeführt haben.

Unter dem Druck der internationalen Gläubiger hatte die griechische Links-Regierung das Privatisierungsprogramm zuletzt beschleunigt. Der größte Hafen des Landes in Piräus ist bereits größtenteils an das chinesische Transportunternehmen Cosco verpachtet worden. Das deutsche Unternehmen Fraport hat offiziell den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen übernommen, darunter auch Thessaloniki. Die Vergabe der Konzessionen über 40 Jahre gilt als eines der größten Privatisierungsprojekte im überschuldeten Griechenland.