In der deutschen Wirtschaft wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Anfang 2017 soviel gearbeitet, wie seit 25 Jahren nicht mehr. Nach vorläufigen Berechnungen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leisteten die rund 43,7 Millionen Erwerbstätigen demnach im ersten Quartal des Jahres zusammen rund 15,3 Milliarden Arbeitsstunden. Das waren 350,7 Stunden pro Kopf, 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das sei der höchste Wert seit 1992, hieß es.

Die Zahl der Erwerbstätigen sank gemessen am vierten Quartal 2016 um 0,8 Prozent laut dem Bundesamt. Rückgänge zum Jahresauftakt seien aber saisonal üblich, da die Arbeit im Winter etwa auf dem Bau und in anderen Außenberufen ruhe, teilte die Behörde mit. Bereinigt um diesen Effekt ergebe sich ein Plus von 0,5 Prozent. Innerhalb des vergangenen Jahres sei die Zahl der Erwerbstätigen um 1,5 Prozent auf 43,7 Millionen angestiegen.

Zudem korrigierten die Statistiker die Zahl der Erwerbstätigen im dritten und vierten Quartal 2016 nach oben, da der Behörde nachträglich positivere Daten der Bundesagentur für Arbeit vorlagen. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal auf knapp 43,8 Millionen (bisher 43,6) und im vierten Quartal auf gut 44 Millionen (43,7). Für das erste und zweite Quartal 2016 blieben die Zahlen unverändert.

Neue Jobs in Deutschland sind den Daten zufolge vor allem für Angestellte im Dienstleistungssektor entstanden. Im Banken- und Versicherungssektor und in der Land- und Forstwirtschaft gingen dagegen Jobs verloren. Rückläufig ist auch die Zahl der Selbstständigen oder der mithelfenden Familienangehörigen in Deutschland.