Die deutschen Exporte und Importe sind im März auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes führten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 118,2 Milliarden Euro aus. Das waren 10,8 Prozent mehr als im März 2016. Die Importe stiegen im Vorjahresvergleich bei 92,9 Milliarden Euro um 14,7 Prozent.

Auch für das gesamte erste Quartal 2017 fiel die Bilanz höher aus als vor Jahresfrist. Dabei profitierte die deutsche Exportwirtschaft von der anziehenden Weltkonjunktur und vom vergleichsweise schwachen Euro.

Der Außenhandelsüberschuss lag im März bei 25,4 Milliarden Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. Im März 2016 hatte er mit 25,8 Milliarden Euro noch knapp darüber gelegen. Die meisten Ausfuhren gingen im März bei 68 Milliarden Euro in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Von dort kamen Waren im Wert von rund 61 Milliarden Euro nach Deutschland.

Die höchste Steigerung mit fast 14 Prozent erreichten die Ausfuhren in Drittstaaten, etwa in die USA oder nach China. Der Wert dieser Exporte erreichte im März 50,3 Milliarden Euro. Die Importe aus Drittstaaten stiegen um rund 17 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro.

Deutschlands Exporte hatten im vergangenen Jahr den Rekordwert von 1.207 Milliarden Euro erreicht. Auch der in vielen Ländern stark kritisierte Exportüberschuss erreichte mit fast 253 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hält für das Gesamtjahr 2017 ein Exportplus von drei Prozent für möglich.

Die Unternehmen produzierten im März etwas weniger. Industrie, Energieversorger und Baubranche stellten zusammen 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hatten ein Minus von 0,6 Prozent erwartet. Im gesamten ersten Quartal steht allerdings ein Plus von 1,4 Prozent zu Buche. "Die Auftragseingänge und Geschäftsklimaindikatoren sprechen für eine Fortsetzung der positiven Tendenzen", teilte das Ministerium mit.