Der russische Energiekonzern Gazprom hat mit dem Bau der Gaspipeline Turkstream begonnen. "Die Bauarbeiten der Turkstream haben im Schwarzen Meer nahe der russischen Küste begonnen", teilte der Konzern mit. "Unsere Kunden werden ab Ende 2019 eine verlässliche neue Route haben, russisches Gas zu importieren", sagte Konzernchef Alexej Miller.

Die Umsetzung des Projektes sei im Zeitrahmen. Die Pipeline soll russisches Gas über die Türkei und Griechenland in europäische Länder transportieren. Die staatliche Förderbank VEB will sich an der Finanzierung des Projektes beteiligen. Der russische Staatskonzern Gazprom werde den griechischen Teil von Turkish Stream nicht besitzen. Ein griechisch-russisches Joint Venture soll die Pipeline in Griechenland bauen.

Ursprünglich sollte der Bau bereits Mitte 2015 beginnen. Wegen einer diplomatischen Krise zwischen Russland und der Türkei in Folge des Abschusses eines russischen Kampfjets an der türkisch-syrischen Grenze verzögerte sich das Projekt. Im Oktober 2016 kam es dann zu einer Aussöhnung zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. In Anwesenheit der beiden Präsidenten unterzeichneten die Energieminister beider Länder ein Regierungsabkommen, das die Fertigstellung der ersten Röhre für 2019 festlegt.

Treffen in Sotschi - Putin und Erdoğan verkünden Annäherung Russland und die Türkei wollen wieder enger zusammenarbeiten. Zwar bleiben russische Sanktionen bestehen, doch im Syrien-Krieg signalisierte der russische Präsident Wladimir Putin Entgegenkommen. © Foto: Alexander Zemlianichenko/AFP/Getty Images