Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert dem Handelsblatt zufolge von Deutschland einen stärkeren Kampf gegen die Ungleichheit im Land. Die Bundesregierung müsse mehr tun, damit Bürger aus verschiedenen Schichten am Wachstum teilhaben können. Der Währungsfonds kritisiert laut dem Bericht im Entwurf seines diesjährigen Deutschlandberichts vor allem die hohe Belastung von Menschen mit unteren Einkommen und die zu geringen Abgaben für Vermögende.

"Der IWF hält höhere Steuern auf Eigentum für notwendig", heißt es in dem Bericht. Um das Wachstum anzukurbeln, schlägt der Währungsfonds laut Handelsblatt höhere Investitionen vor allem in die Infrastruktur vor. Höhere Lohnsteigerungen könnten dem deutschen Wachstum laut IWF weitere Impulse geben, ohne dass dadurch zu erwarten ist, dass die Inflation angeregt wird.

Die Ökonomen warnen zudem davor, die Hartz-Arbeitsmarktreformen zurückzudrehen. Sie hätten einen wichtigen Beitrag zur Rekordbeschäftigung in Deutschland geleistet und damit das Wachstum gestärkt. Die erste Bilanz der IWF-Analyse soll am kommenden Montag erscheinen, im Juni will der IWF die jährlichen Konsultationen mit Deutschland abschließen.

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Bereits vor wenigen Wochen hatten Experten des Fonds mitgeteilt, sie rechneten mit einem langsamen, schrittweisen Anstieg der Preise in Deutschland und in der EU in der näheren Zukunft. Das deutsche Wachstum werde für die nächsten Jahre bei moderat durchschnittlich 1,5 bis 1,75 Prozent pro Jahr liegen. Die viel kritisierten deutschen Leistungsbilanzüberschüsse würden zwar ab 2018 von derzeit über 8 in Richtung 7,5 Prozent sinken, doch das halten die IWF-Experten für immer noch deutlich zu hoch.

Mehr Personen mit Spitzensteuersatz in Deutschland

Die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland, die den Spitzensteuersatz zahlen, ist gewachsen. Nach aktuellen Schätzungen des Bundesfinanzministeriums fallen in diesem Jahr etwa 6,4 Prozent aller Steuerpflichtigen unter den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Aktuell fallen 2,69 Millionen Personen in Deutschland in diese Kategorie, 2004 waren es erst 1,2 Millionen Steuerpflichtige.

Unter den sogenannten Reichensteuersatz von 45 Prozent fallen nach den Schätzungen des Finanzministeriums etwa 101.000 Steuerpflichtige – was einem Anteil von 0,2 Prozent entspricht.

Derzeit müssen Ledige ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 54.058 Euro den Spitzensteuersatz zahlen. Dieser muss nicht auf das Gesamteinkommen gezahlt werden, sondern nur auf die Einkünfte über diesem Wert. Bei Topverdienern ist von 256.303 Euro an dann die sogenannte Reichensteuer von 45 Prozent fällig.