Die beiden größten Ölproduzenten der Welt, Saudi-Arabien und Russland, wollen die Förderung des Rohstoffes auch weiterhin drosseln – vorerst bis Ende März 2018. Dafür sprachen sich die Energieminister beider Länder in Peking aus, wo sie am Rande eines Gipfeltreffens zur "Neuen Seidenstraße" zusammenkamen. Dies werde zu einer Stabilisierung des Marktes beitragen, erklärten Alexander Nowak und Khalid Al-Falih.

Eine Kürzung der Förderung werde zu einem Abbau der Lagerbestände auf das Durchschnittsniveau der vergangenen fünf Jahre führen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beider Länder.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte im vergangenen November eine Kürzung der Förderung um 1,2 Millionen Barrel pro Tag vereinbart. Es war die erste Kürzung dieser Art seit 2008. Im Dezember zogen elf erdölfördernde Länder außerhalb der Opec nach und kündigten eine Kürzung von weiteren 558.000 Barrel pro Tag an. Ihr Ziel ist eine Stabilisierung des Ölpreises. Eine Fortsetzung der Produktionskürzung unterstreiche die Entschlossenheit der Förderländer, Stabilität, Berechenbarkeit und Entwicklung des Marktes zu sichern, erklärte das russische Energieministerium.

Die Mitglieder der Opec treffen sich am 25. Mai, um über die Verlängerung zu beraten. Die Vereinbarung umfasst sowohl die Mitglieder des Opec-Kartells als auch Nichtmitglieder wie Russland. Mit den anderen Partnern wollten beide Länder nun beraten, um einen Konsens zu erreichen.