Die Inflation im Euroraum ist wie erwartet gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Damit bestätigte die Behörde eine vorherige Schätzung. Im Mai hatte die Teuerungsrate bei 1,4 Prozent gelegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt einen Wert von knapp unter zwei Prozent an. Die Inflationsentwicklung ist relevant für die Geldpolitik der EZB. Experten vermuten, dass die Bank den Leitzins von null Prozent wegen der niedrigen Inflationsrate unverändert lässt.

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Inflation ist, dass sich die Energie nicht mehr so stark wie in den Vormonaten verteuerte. Rechnet man die Energie und außerdem Lebens- und Genussmittel heraus, erhält man die sogenannte Kerninflationsrate. Diese stieg im Juni im Währungsraum um 0,2 Prozent auf 1,1 Prozent. Die Kernrate zeigt den grundlegenden Preistrend besser an als die gesamte Inflationsrate.