Die Summe der Investitionen ausländischer Unternehmen in den USA ist laut WirtschaftsWoche nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar stark zurückgegangen. Im ersten Quartal lagen deren Direktinvestitionen mit 83,6 Milliarden Dollar um fast 40 Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Magazin unter Berufung auf vorläufige Zahlen des US-Statistikamts Bureau of Economic Analysis berichtete.

Deutsche Firmen hätten nur noch 992 Millionen Dollar in die Schaffung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten investiert. Im Schlussvierteljahr 2016 seien es noch gut 1,41 Milliarden gewesen, im Quartal davor fast vier Milliarden Dollar mehr.

Stormy-Annika Mildner, Expertin für Außenwirtschaftspolitik beim Industrieverband BDI, sagte: "Die neue US-Administration sorgt für Verunsicherung bei vielen Unternehmen in Deutschland."

Trump ist seit dem 20. Januar im Amt. Mit seinem Credo "Amerika zuerst" schürt er bei internationalen Partnern die Sorge vor einer Abschottung der USA. Der US-Präsident will vor allem die heimische Industrie stärken und Arbeitsplätze schaffen. Dafür plant er unter anderem hohe Zölle auf Importwaren.

Trumps protektionistisches Programm ist auch ein Thema des bevorstehenden Gipfeltreffens der 20 größten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg. Beim Gipfel der sieben führenden westlichen Industrienationen in Taormina auf Sizilien hatten die USA ein klares Bekenntnis zum Freihandel verhindert. Die US-Regierung stört sich vor allem am riesigen Handelsdefizit mit Deutschland.