Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosenzahl im Juli bei 2,5 Millionen Saisonbedingt ist die Arbeitslosenquote von 5,5 auf 5,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen erstmals seit 1998 unter die Marke von 900.000 Personen gesunken. © Foto: Alexander Heinl/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen ist wegen der Sommerferien leicht angestiegen. Insgesamt waren im Juli laut Bundesagentur für Arbeit 2,518 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet, 45.000 mehr als im Juni. Das ist der niedrigste Wert im Monat Juli seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent.

Der Chef der Agentur, Detlef Scheele, sprach trotzdem von positiven Nachrichten am Arbeitsmarkt: "Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat im Juli aus jahreszeitlichen Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt gab es aber einen Rückgang." Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern steige weiter auf hohem Niveau an, sagte Scheele.

Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Juli bei 2,537 Millionen, 9.000 weniger als im Juni. Im Westen sank die Zahl um 5.000, im Osten um 4.000. Insgesamt waren der Bundesagentur für Arbeit zufolge 750.000 offene Stellen gemeldet.

Im Sommer steigt die Zahl der Arbeitslosen üblicherweise, weil sich viele Schulabgänger und junge Menschen, die ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben, vorübergehend arbeitslos melden. Tatsächlich ist der diesjährige Wert der niedrigste in einem Juli seit der Wiedervereinigung. Im Juli 2016 gab es noch 143.000 Erwerbslose mehr.