Die Mitgliederzahl des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Dem größten Gewerkschaftsverbund der Bundesrepublik gehören nur noch weniger als sechs Millionen Mitglieder an, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf eine Umfrage. Zur Jahrtausendwende hatte der DGB noch knapp 7,8 Millionen Mitglieder.

Die größten Einzelgewerkschaften IG Metall, ver.di und die IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hatten zuvor ihre Zahlen veröffentlicht und jeweils klare Verluste zu verzeichnen. So hatte ver.di Ende letzten Jahres erstmals weniger als zwei Millionen Mitglieder. Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind dem Bericht zufolge kleiner geworden, beide verzeichnen nun noch knapp 200.000 Mitglieder. Nur die kleinste DGB-Gewerkschaft konnte laut der Umfrage zulegen: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zählte über 5.000 Neuzugänge und kommt so auf rund 185.000 Mitglieder.

Anhand der Umfrageergebnisse errechnete das Handelsblatt die derzeitige Mitgliederzahl des DGB. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) gab zunächst keine Zahlen bekannt, habe aber mitgeteilt, ebenfalls weiter Mitglieder verloren zu haben.