Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall eine erste große Warnstreikrunde gestartet. Unmittelbar nach Mitternacht stellten am Montag Mitarbeiter von Firmen im fränkischen Aschaffenburg und im westfälischen Iserlohn die Arbeit für kurze Zeit ein.

Nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers waren 35 Mitarbeiter des Betriebs sowie 30 Arbeiter aus anderen Firmen beteiligt. Sie wollten für 45 Minuten streiken. In Iserlohn nahmen einer Sprecherin zufolge rund 100 Arbeiter des Betriebs an einem Warnstreik teil.

Bei Porsche in Stuttgart ist am Montagmorgen eine größere Kundgebung geplant. Auch in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Brandenburg und Sachsen soll es befristete Proteste geben. Die Arbeitgeber bieten bisher ein Lohnplus von zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März an.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Gehalt. Darüber hinaus sollen alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option erhalten, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Dabei sollen Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Tarifkonflikt - Warnstreiks der IG Metall Bundesweit streiken Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie für einen höheren Lohn und flexible Arbeitszeiten. Die nächste Verhandlungsrunde beginnt Mitte Januar. © Foto: Marijan Murat/dpa