Rating-AgenturMoody's stuft Slowenien herab

Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des angeschlagenen Mitgliedslandes Slowenien um drei Stufen gesenkt. Die Begründung: Es gebe Risiken im Bankensektor.

Die Rating-Agentur Moody's hat Slowenien heruntergestuft. Die Bewertung ist nach Angaben vom Donnerstagabend von A2 auf Baa2 verringert worden. Damit wird das Euro-Land nur noch zwei Stufen über dem sogenannten Ramschstatus eingestuft. Ab der Einstufung Ba1 werden Anleihen nicht mehr als Investment empfohlen, sondern gelten als spekulative Anlage. Weitere Abstufungen sind möglich, da die Agentur den Ausblick auf "Negativ" beließ.

Moody's begründete die schlechtere Bewertung mit Sorgen über das schwächelnde Bankensystem. Da dieses mehr frisches Geld benötige, erhöhe das die Risiken für Slowenien. Außerdem gebe es eine gestiegene Anfälligkeit für externe Schocks. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Slowenien Hilfe aus dem europäischen Rettungsschirm brauche.

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Seit September haben alle großen Rating-Agenturen die Bonität des Euro-Landes mehrfach wegen schleppender Reformen, dem steigenden Haushaltsdefizit und Risiken im Bankensektor herabgestuft. Das Nachbarland Österreichs gehört seit 2007 zur Währungsgemeinschaft. Wegen der Exportabhängigkeit seiner Wirtschaft wurde Slowenien von der Finanzkrise besonders hart getroffen.

 
Leser-Kommentare
  1. ...anglophone Medien berichten schon seit Monaten darüber. Auch zuletzt wieder:

    - http://www.zerohedge.com/...

    - http://www.zerohedge.com/...

    Deutsche Zweitverwerter ebenso:
    - http://www.deutsche-mitte...

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    • Zack34
    • 03.08.2012 um 10:40 Uhr


    Medien sind m.E. sowieso das Thema Nr. 1. Wenn sie alle so frei seien, wieso kann es überhaupt vorkommen, dass sich die von ihnen verbreiteten Bilder und "Informationen" nach nationalem Muster dermaßen stark voneinander unterscheiden?

    Es lohnt sich immer wieder, die anglophonen oder die italienischen Quellen mit zu berücksichtigen und mit den deutschen zu vergleichen, die Unterschiede sind teilweise schockierend. Liegt das etwa an der alten Aufteilung der Einflusssphären (in diesem Fall auf dem Balkan), die uns bis hierher verfolgt und auch heute nicht frei denken und hinterfragen lässt?

    • Zack34
    • 03.08.2012 um 10:40 Uhr


    Medien sind m.E. sowieso das Thema Nr. 1. Wenn sie alle so frei seien, wieso kann es überhaupt vorkommen, dass sich die von ihnen verbreiteten Bilder und "Informationen" nach nationalem Muster dermaßen stark voneinander unterscheiden?

    Es lohnt sich immer wieder, die anglophonen oder die italienischen Quellen mit zu berücksichtigen und mit den deutschen zu vergleichen, die Unterschiede sind teilweise schockierend. Liegt das etwa an der alten Aufteilung der Einflusssphären (in diesem Fall auf dem Balkan), die uns bis hierher verfolgt und auch heute nicht frei denken und hinterfragen lässt?

  2. Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/ls

  3. ... wollen partout nicht unter den "Rettungsschirm"
    und damit den Euro zum Einsturz bringen.
    Jetzt muß halt Slowenien dran glauben - Kleinvieh macht auch Mist.
    Im übrigen werden Bulgarien und Rumänien seltsamerweise
    gar nicht abgestuft ... - ach ja, die sind ja auch nicht im Euro,
    somit uninteressant für die Spekulanten und Profiteure !
    Tja, dann sollte vielleicht D auch wieder die Mark einführen,
    und schon hätte der Spuk ein Ende ...

    • Zack34
    • 03.08.2012 um 10:40 Uhr


    Medien sind m.E. sowieso das Thema Nr. 1. Wenn sie alle so frei seien, wieso kann es überhaupt vorkommen, dass sich die von ihnen verbreiteten Bilder und "Informationen" nach nationalem Muster dermaßen stark voneinander unterscheiden?

    Es lohnt sich immer wieder, die anglophonen oder die italienischen Quellen mit zu berücksichtigen und mit den deutschen zu vergleichen, die Unterschiede sind teilweise schockierend. Liegt das etwa an der alten Aufteilung der Einflusssphären (in diesem Fall auf dem Balkan), die uns bis hierher verfolgt und auch heute nicht frei denken und hinterfragen lässt?

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  4. Habe ich etwas geschrieben, dass nicht stimmt? Gehen Sie davon aus, dass die Angaben richtig waren, ich lebe schliesslich in Kroatien.

  5. Der Staat Slowenien wird abgestuft weil private Firmen Schwierigkeiten haben?

    Legt jetzt Moodys von vorneherein fest, dass der Staat für die marode Privatbanken haften soll?

    Diese Banken sollen sich gefälligst Geld am Kapitalmarkt besorgen oder gut Marktwirtschaftlich verrecken.

  6. 7. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/ag

    • gebbi
    • 03.08.2012 um 17:26 Uhr

    Die Ratingagenturen sind aus amerikanischen Banken entstanden. Da liegt es doch nahe, dass sie nach dem Geschmack der Amerikaner agieren. Eigentlich müssten sie ja Amerika runterstufen (Schulden 92% vom BIP). Sie versuchten dies schon einmal, haben sich postwendend eine Klagedrohung eingehandelt. Daraufhin haben sie den Schwanz so weit eingezogen, dass er nicht mehr sichtbar ist.

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