Aktienmärkte Warum schwanken die Kurse so stark?

Morgens stürzen die Kurse ab, abends steigen sie wieder. Seit einigen Tagen herrscht an den Börsen ein extremes Auf und Ab. Gerade private Kleinanleger zocken gerne.

Die Kursstürze der vergangenen Tage haben die französische Börsenaufsicht AMF alarmiert: Sie hat vor der Verbreitung von Gerüchten gewarnt und Strafen angedroht. "Die AMF hält fest, dass der geregelte Ablauf an den Märkten von der Weitergabe von unbegründeten Gerüchten über in Paris gelistete Finanzaktien betroffen wird", hieß es in einer Erklärung. Am Freitag entschieden vier Euro-Staaten – Frankreich, Italien, Spanien und Belgien – sogenannte Leerverkäufe (siehe Infobox) von Finanzpapieren zu verbieten. Zwar seien Leerverkäufe für sich genommen eine zulässige Handelsstrategie. Doch in Verbindung mit der Verbreitung von Marktgerüchten handele es sich um einen klaren Regelverstoß, hieß es zur Begründung.

Der Hintergrund: In den vergangenen Tagen hatten Spekulationen über finanzielle Schwierigkeiten und eine Verstaatlichung der zweitgrößten französischen Bank Société Générale zu zweistelligen Kurseinbrüchen bei mehreren Banken geführt. Auch am Donnerstag schwankten die Aktien der Banken Société Générale und BNP Paribas stark. Der Dax hingegen erholte sich kräftig. Zuvor war er binnen zwölf Tagen um mehr als 20 Prozent gefallen.

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Welche Rolle spielen die Spekulanten?

"Ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere hier gezielt Gerüchte in den Markt streut, um an fallenden Kursen zu verdienen", sagt Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank. Hedgefonds etwa verdienen daran, wenn die Kurse stark schwanken – egal ob nach oben oder nach unten. Besonders viel können sie verdienen, wenn die Märkte so nervös sind wie derzeit. "Im Moment blenden die Märkte die Fundamentaldaten einfach aus", sagt Halver. Die Weltwirtschaft laufe prächtig, die deutschen Unternehmen verdienen gutes Geld. 

Leerverkäufe

Leerverkäufe sind eine Methode, um auf fallende Kurse zu spekulieren. Die Spekulanten leihen sich Aktien und verkaufen diese zu einem hohen Kurs - mit dem Ziel, sie nach einem Kurssturz günstiger wieder zurückzukaufen. Geht die Rechnung auf, ist der Unterschied zwischen hohem Verkaufspreis und niedrigem Rückkaufspreis ihr Profit. Bei so genannten ungedeckten Leerverkäufen haben sich die Investoren noch nicht einmal die Papiere geliehen. Je größer die Aktienpakete sind, die "leer" gehandelt werden, desto stärker können solche Geschäfte die Kursbewegungen an den Börsen verstärken. Leerverkäufe gelten als mögliche Ursache der starken Kursverluste, die um den 10./11. August 2011 an europäischen Börsen auftraten. In Deutschland sind ungedeckte Leerverkäufe seit Herbst 2010 verboten.

Pro und Contra

Vor allem ungedeckte Leerverkäufe können Kursausschläge um ein Vielfaches verstärken. Wenn immer mehr Investoren nachziehen und ihr Geld auf fallende Kurse setzen, vergrößert das die Abwärtsbewegung. So können Leerverkäufe zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Andererseits sind Leerverkäufe nicht nur für Spekulanten nützlich. Anleger können sich durch Leerverkäufe gegen mögliche Verluste durch künftige Kursbewegungen absichern.

Hedgefonds

Leerverkäufe werden von Hedgefonds gerne als Anlagetechnik genutzt. Hedge heißt so viel wie "absichern", daher der Name. Ursprünglich sind einige der Fonds angetreten, Anleger gegen Verlustrisiken abzusichern. Den meisten geht es heute aber um eine möglichst hohe Rendite.

Trotzdem werden die Aktien abgestoßen und wird das Geld in vermeintlich sicherere Werte wie Gold gesteckt. Der Goldpreis stieg am Donnerstag erstmals über die Marke von 1.800 Dollar. Damit ist er seit Anfang des vergangenen Jahres bereits um mehr als 25 Prozent gestiegen. Die Unsicherheit wiederum haben laut Halver die Politiker verschuldet – weil sie zu lange brauchten, um eine Lösung für die europäische Schuldenkrise zu finden, oder, im Fall der USA, sich auf ein Sparpaket zu einigen. "Die USA, früher das Maß aller Dinge, sind angeschossen – das verunsichert die Händler so sehr, da reichen Gerüchte, um Märkte zu bewegen, sagt Halver.

Wer sind die Spekulanten? 

Wer von Spekulation spricht, meint häufig mächtige Hedgefonds und skrupellose Großzocker. Doch die Statistik zeigt, dass gerade in Deutschland private Kleinanleger zu den aktivsten Spekulanten zählen. Mit ein paar hundert oder tausend Euros setzen sie vor allem auf Zertifikate. "Nirgendwo kommen so viele neue Produkte auf den Markt wie in Deutschland", sagt Heiko Weyand, Zertifikatespezialist beim Bankhaus HSBC Trinkaus. "Die Deutschen sind die größten Zertifikate-Zocker." Versorgt werden sie von den Banken, die ständig neue Papiere erfinden und verkaufen.

Allein am vergangenen Freitag, als die Nervosität am Finanzmarkt einen ersten Höhepunkt erreichte, kamen es laut Börseninformationsdienst Ariva.de 14.000 neue Anlagezertifikate und Hebelprodukte auf den Markt. Ein Rekord. Der deutsche Markt für Finanztermingeschäfte hatte zuletzt laut Zahlen des Deutschen Derivate Verbandes ein Volumen von 110 Milliarden Euro. Und er wird immer größer. "Zwei Drittel des Anlagekapitals steckt in Garantiezertifikaten", sagt Weyand. Diese würden weniger von Privatbanken, sondern überwiegend von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken vertrieben.

Leser-Kommentare
  1. vom 9.8

    so langsam wird die Hysterie um die "Aktien" lächerlich.
    Täglich prasseln x Berichte über Veränderungen von - 2% oder so herein und schmieren jede Zeitung in Deutschland zu.
    Dass aber die Aktienkurse immer einer Volatilität unterliegen, wird oft in die Ecke getrieben. Nein, es muss Panik, Hysterie und Angst verbreitet werden. Mit dem lässt sich so unglaublich viel Geld verdienen, von anderen Dingen ablenken und die Volksmasse in den Bann ziehen. Das geht in Richtung Schwarmintelligenz.
    Das tolle ist auch dass z.Z. überall "Experten" aus den Löchern kriechen um ganz Erkenntnisse oder Vorschläge zu präsentieren. Wenn die Masse mit Angstgefühlen vollgestopft ist, geht das wunderbar.

    Von der deutschen Politk hört man seit Wochen gar nichts mehr, außer die Parolen des Fanatikers "Friedrich" und Konsorten, die sogar den Status "Volksverteter" haben.

    Die Börse und Aktienkurse sind nicht DAS Leben, auch wenn es dem dt. Michel versucht wird einzutrichten. Das wird leider oft nicht genau erkannt oder ist so gut versteckt, dass man es nicht sieht.
    Und wenn die Kurse weiterpurzeln, der "Nicht-Börsianer" merkt davon fast nichts. Es schreit gerade nur eine kleine Minderheit nach Aufmerksamkeit, weil sie ihre abstrusen Geldmachgeschäfte etwas in Verlustgefahr sehen.
    Es ist zu einer abscheulichen Menschenansicht gekommen... der Investor oder Aktionär steht weit oben und ganz unten der Arbeiter, denn es muss ja immer ein Aktienkurs gehalten werden.

  2. "Viele Fonds haben in ihrer Anlagestrategie eine Grenze eingezogen – sinkt ein Kurs unter eine bestimmte Marke, müssen sie den betreffenden Wert verkaufen, um das Geld ihrer Kunden – der Sparer – zu schützen."

    Müssen? Hört sich nach staatlichem "Verbraucherschutz" an. Und wäre dann mal wieder ein typisches Beispiel für Schäden, die durch solche Einmischungen hervorgerufen werden.

  3. Weil "staatsnahe" Unternehmen/er versuchen das Boot so lange wie möglich vorm absaufen zu bewahren.
    Siehe:"Wirklich bewegt werden die Märkte aber nicht von den vielen kleinen, sondern von den wichtigen großen Anlegern"

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    • joG
    • 12.08.2011 um 17:08 Uhr

    ...zutreffend. Ein Nagel wird augenscheinlich eingeschlagen, weil er vom Hammer getroffen wird. Eigentlich wird er aber eingeschlagen, weil jemand den Hammer in die Hand nahm.

    So haben die Staaten eine unmögliche Situation geschaffen und sind nun völlig überfordert mit den Folgen. Wie der Gehilfe des Zauberers wissen sie einfach nicht, was sie nun tun sollen. Das merkt auch der zurückgebliebenste Anleger. Er sieht in der Situation irrsinniger Ausgabenprogramme für frühere soziale Versprechen, keynesianischen Rettungsversuchen der Wirtschaft und der diesen beiden geschuldeten unerträglichen Verschuldung zusammen mit der offenbaren Inkompetenz der Handelnden Politiker und Bürokraten. Er erkennt Risiko in großen Lettern an der Wand.

    Wen darf da wundern, dass die Märkte unsicher nun sind?

    • joG
    • 12.08.2011 um 17:08 Uhr

    ...zutreffend. Ein Nagel wird augenscheinlich eingeschlagen, weil er vom Hammer getroffen wird. Eigentlich wird er aber eingeschlagen, weil jemand den Hammer in die Hand nahm.

    So haben die Staaten eine unmögliche Situation geschaffen und sind nun völlig überfordert mit den Folgen. Wie der Gehilfe des Zauberers wissen sie einfach nicht, was sie nun tun sollen. Das merkt auch der zurückgebliebenste Anleger. Er sieht in der Situation irrsinniger Ausgabenprogramme für frühere soziale Versprechen, keynesianischen Rettungsversuchen der Wirtschaft und der diesen beiden geschuldeten unerträglichen Verschuldung zusammen mit der offenbaren Inkompetenz der Handelnden Politiker und Bürokraten. Er erkennt Risiko in großen Lettern an der Wand.

    Wen darf da wundern, dass die Märkte unsicher nun sind?

  4. gelesen habe, diametral entgegen. Nach Aussage der Händler ziehen sich private Investoren immer mehr aus dem Börsengeschehen zurück: alles verbrannte Kinder.
    Damit stirbt auch die Generation Aktionäre endgültig aus, die sich dadurch ausszeichnete, die Aktie eines guten Unternehmens auch mal - gegen den Trend und bei schlechten Nachrichten - zu halten, statt sie bei jeder Nachricht sofort auf den Markt zu werfen.
    Dann sind da noch die Computersysteme der Institutionellen, die auf Stopp-Loss reagieren und eine Aktie abstossen, sobald sie unter eine definierte Schwelle fällt. Dabei ist es dem Computer vollkommen gleichgültig, wie solide und robust das Unternehmen, dessen Aktie er gerade vertickt, tatsächlich ist.
    Die Begründung, die starken Kursschwankungen seine auf Privatinvestoren zurück zu führen scheint mir daher nicht stichhaltig.

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    Nur so am Rande. Was meinen Sie mit diametral entgegen stehen?

    Diametral heißt doch entegen oder gegensätzlich, oder?

    Also ist diametral entgegen Entgegenentgegen?
    Ich weiß es wirkich nicht.

    Nur so am Rande. Was meinen Sie mit diametral entgegen stehen?

    Diametral heißt doch entegen oder gegensätzlich, oder?

    Also ist diametral entgegen Entgegenentgegen?
    Ich weiß es wirkich nicht.

    • tokos
    • 12.08.2011 um 15:30 Uhr

    Der wesentliche Unterschied liegt in der Aufmerksamkeit, die ihnen durch die Medien widerfährt. Mit der Realwirtschaft jedenfalls haben beide Institutionen nur noch am Rande zu tun. http://goo.gl/15FSi

    Und wenn der Hype um ein Thema einmal abgeebbt ist, wird das Problem schlicht ignoriert, obwohl sich an seinem Zustand und seinen möglichen Auswirkungen nichts geändert hat; siehe Herabstufung der US-Bonität. http://goo.gl/CmqWr

    Und anstatt die Ursachen der ganzen Misere, die ja wesentlich auf das unzulängliche und selbstzerstörerische Finanzsystem zurückzuführen sind, mit kritischem Journalismus zu hinterfragen und aufzudecken, ergeht man in sich in der erbaulichen Beschreibung der Symptome.

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    • Otto2
    • 12.08.2011 um 21:24 Uhr

    Aktien steigen heute stark, übermorgen fallen sie tief. Heute ist diese Aktie dran, morgen eine andere oder zur Abwechselung mal fast alle. An dem tatsächlichen Wert der Firmen änderte sich meist wenig oder nichts. Als Ursachen werden uns "Erwartungen", Ängste usw. angegeben. Wer da spekuliert, wer da wen übers Ohr haut, weil er mehr weiß, oder einfach Glück hatte, ist zweitrangig. Die Tragik des Ganzen besteht darin, dass Firmen nach Aktienkursen Politik machen, Leute entlassen, Geschäftsfelder verkaufen und Ähnliches. Irrsinn, wenn eine Gesellschaft ökonomische Vernuft teilweise ausschaltet. Das Ergebnis erleben wir jetzt und das Traurige ist, dass die Regierenden an dieser Praxis nichts Wesentliches ändern wollen, weil sie sich den Spekulanten in Wahrheit verbunden fühlen - viele werden nach Abschluss ihrer Politikerkarriere auch in diese ehrenwerte Gesellschaft aufgenommen.

    • Otto2
    • 12.08.2011 um 21:24 Uhr

    Aktien steigen heute stark, übermorgen fallen sie tief. Heute ist diese Aktie dran, morgen eine andere oder zur Abwechselung mal fast alle. An dem tatsächlichen Wert der Firmen änderte sich meist wenig oder nichts. Als Ursachen werden uns "Erwartungen", Ängste usw. angegeben. Wer da spekuliert, wer da wen übers Ohr haut, weil er mehr weiß, oder einfach Glück hatte, ist zweitrangig. Die Tragik des Ganzen besteht darin, dass Firmen nach Aktienkursen Politik machen, Leute entlassen, Geschäftsfelder verkaufen und Ähnliches. Irrsinn, wenn eine Gesellschaft ökonomische Vernuft teilweise ausschaltet. Das Ergebnis erleben wir jetzt und das Traurige ist, dass die Regierenden an dieser Praxis nichts Wesentliches ändern wollen, weil sie sich den Spekulanten in Wahrheit verbunden fühlen - viele werden nach Abschluss ihrer Politikerkarriere auch in diese ehrenwerte Gesellschaft aufgenommen.

  5. "Wer arbeitet hat keine Zeit reich zu werden"

    Da ist was dran, meine ich.

    Wenn Banken, Privatanleger, Hedgefondss ein globales Spielcasino betreiben, dann müßte das doch der Realwirtschaft egal sein. Auch Staaten müßten nicht unbedingt in das Spiel eingreifen.

    Gewinne und Verluste gleichen sich immer aus. Wo ein Gewinner ist, muß auch ein Verlierer sein.

    Und nur, weil Banken eine gesellschaftliche Funktion haben (Die Wirtschaftsteilnehmer mit Geld zu versorgen) ist der Staat gezwungen, Verluste der Bank auszugleichen.

    Es sollte dann doch möglich sein, den Banken zu verbieten, bei diesem Spiel mitzuspielen, oder?

    Es gibt Privatpersonen, die haben Spielverbot in Spielcasinos. Diese Menschen müssen vor sich selbt geschützt werden, weil ihr Spieltrieb sie dazu bringt, sogar Staftaten zu begehen.

    Wenn solche Menschen nun Banken "managen", dann ist das aber ok. Dabei geht es ja "nur" um das Geld der Steuerzahler.

    "Wer durch Spekulation das Bestehen einer Bank gefährdet, wird mit Gefängnis nicht unter 15 Jahren bestraft und sein privatvermögen wird zur Deckung der Schulden herangzogen".

    Bei so einer Aussicht würden sich manche überlegen was sie tun.

    Eine Leser-Empfehlung
  6. bringt nur Menschen mit viel Vermögen etwas. Nur sie oder zahlungskräftige Investoren oder Fonds profitieren vom Börsenhandel. Wenn jemand jetzt in Aktien einsteigt, wenn die Kurse wieder anfangen zu steigen und investiert seine Ersparnisse von z.b. 10.000 Euro und die Kurse holen ihre Verluste der letzten Tage von 10% oder 20% wieder heraus hat man mit der grössten Krise in der Geschichte vielleicht gerade einmal 2000 Euro gemacht - vor Steuern. Das ist vielleicht ganz nett und noch trauriger sieht es bei normalen Kursentwicklungen über Jahrzehnte aus. Das bekommt man genauso raus, wenn man schlicht arbeitet. Das ist eher lächerlich im Vegleich zu dem was man mit 10 Millionen bekommen kann - nämlich 2 Millionen. Je höher das Vermögen ist desto grösser die Chance am Aktiemarkt mehr Geld zu machen als man je erarbeiten könnte. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Investitionen der Börse ja ein Plus für eine Gesellschaft darstellen vergisst man nur allzu leicht, dass einen die Rendite, die man zu erwirtschaften hat erstmal entbehrungsreiche Jahrzehnte beschert - vorrausgesetzt man hat mit seinem Geschäftsmodell Erfolg. Jeder Politiker, der meint die Bürger müssten Kapitalanleger werden verkennt einfach die Realität und schert sich einen feuchten Kericht darum was in ihrem Interesse ist.

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    Beschäftigen sie sich mal mit diesen Knock-Outs. Da können sie mit wenigen hundert Euro Chancen und Risiken eingehen, für die sie im direkten Aktienhandel Hunderttausende bräuchten.

    Bereiten sie sich aber auch darauf vor, dass ihr Investment eine halbe Stunde nach dem Kauf futsch ist. Wie im Casino eben.

    In der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem zweiten Weltkrieg, die in 2008/2009, konnte man praktisch fast jede Aktie kaufen. Ich mache es mal am Beispiel Infineon fest.

    Der Dax ist in dieser Zeit bis zu den Ständen vor zwei Wochen um etwa 60 Prozent gestiegen.
    Hätten Sie aber eine Infineon mit 10.000 Euro gekauft, dann hätten Sie vor zwei Wochen 100.000 Euro gehabt (vor Steuer versteht sich).

    Hätte jemand 1.000.000 auf Infineon gesetzt, dann hätte er heute 10 Millionen. Natürlich sind 9 Millionen mehr wie 90.000, aber prozentual ist dass das gleiche.
    Übrigens, der Millionär bekommt bei gleichen Zinsen auch total mehr auf dem Sparbuch wie jemand der nur 100 Euro hinträgt.

    Wenn Sie aber auf den DAX als Index setzen, dann wählen Sie sich ein Z.Bsp. Wave XXL mit Hebel 35. D.h. wenn der DAX um 1 Prozent steigt, dann machen sie mit diesen Zertifikat 35 Prozent, steigt er wie heute um 3,28 Prozent, dann hätten Sie an einem Tag etwa 115 Prozent Gewinn gemacht.
    Wer da also heute 10.000 Euro hingetragen hat, der hat heute Abend 11.500 Euro Gewinn gahabt. Wenn Sie das als Taschengeld ansehen, gut, ich finde das ganz in Ordnung.

    Aber Vorsicht, wenn es in die andere Richtung geht, dann kann der Einsatz unter Umständen komplett weg sein. Ist aber jeden sein eigenes Risiko.

    Beschäftigen sie sich mal mit diesen Knock-Outs. Da können sie mit wenigen hundert Euro Chancen und Risiken eingehen, für die sie im direkten Aktienhandel Hunderttausende bräuchten.

    Bereiten sie sich aber auch darauf vor, dass ihr Investment eine halbe Stunde nach dem Kauf futsch ist. Wie im Casino eben.

    In der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem zweiten Weltkrieg, die in 2008/2009, konnte man praktisch fast jede Aktie kaufen. Ich mache es mal am Beispiel Infineon fest.

    Der Dax ist in dieser Zeit bis zu den Ständen vor zwei Wochen um etwa 60 Prozent gestiegen.
    Hätten Sie aber eine Infineon mit 10.000 Euro gekauft, dann hätten Sie vor zwei Wochen 100.000 Euro gehabt (vor Steuer versteht sich).

    Hätte jemand 1.000.000 auf Infineon gesetzt, dann hätte er heute 10 Millionen. Natürlich sind 9 Millionen mehr wie 90.000, aber prozentual ist dass das gleiche.
    Übrigens, der Millionär bekommt bei gleichen Zinsen auch total mehr auf dem Sparbuch wie jemand der nur 100 Euro hinträgt.

    Wenn Sie aber auf den DAX als Index setzen, dann wählen Sie sich ein Z.Bsp. Wave XXL mit Hebel 35. D.h. wenn der DAX um 1 Prozent steigt, dann machen sie mit diesen Zertifikat 35 Prozent, steigt er wie heute um 3,28 Prozent, dann hätten Sie an einem Tag etwa 115 Prozent Gewinn gemacht.
    Wer da also heute 10.000 Euro hingetragen hat, der hat heute Abend 11.500 Euro Gewinn gahabt. Wenn Sie das als Taschengeld ansehen, gut, ich finde das ganz in Ordnung.

    Aber Vorsicht, wenn es in die andere Richtung geht, dann kann der Einsatz unter Umständen komplett weg sein. Ist aber jeden sein eigenes Risiko.

  7. Nur so am Rande. Was meinen Sie mit diametral entgegen stehen?

    Diametral heißt doch entegen oder gegensätzlich, oder?

    Also ist diametral entgegen Entgegenentgegen?
    Ich weiß es wirkich nicht.

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