Übernahmepläne : Milliardenschwere Börsenfusion in den USA steht bevor

Die US-Rohstoffbörse InterContinental Exchange will den Betreiber der New Yorker und der Pariser Börse, NYSE Euronext, übernehmen. Die Aufsichtsräte haben zugestimmt.
New York Stock Exchange © Brendan McDermid/Reuters

Die US-Rohstoffbörse InterContinental Exchange (ICE) will für 8,2 Milliarden Dollar den Betreiber der New Yorker und der Pariser Börse, NYSE Euronext übernehmen. Das Geschäft sei von den Aufsichtsräten beider Gruppen genehmigt worden, teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Übernahme könnte demnach im zweiten Halbjahr 2013 abgeschlossen sein.

Das Unternehmen biete 33,12 Dollar je NYSE-Anteilsschein in Aktien und bar. Die Aktionäre der NYSE Euronext sollen an dem neuen Konzern etwa 36 Prozent halten.

Die ICE wird mit der Übernahme zum weltweit größten Börsenkonzern. Die ICE ist auf den elektronischen Handel mit Optionen und Terminkontrakten vor allem für Rohstoffe spezialisiert.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die ICE – damals zusammen mit der Technologiebörse Nasdaq – durch eine Gegenofferte für die New Yorker für Störfeuer bei den Fusionsplänen der Deutschen Börse gesorgt. Die beiden US-Betreiber hatten damals mehr als elf Milliarden US-Dollar geboten.

Letztlich scheiterte die Megafusion der Börsen von Frankfurt und New York im Februar dieses Jahres aber am Veto der Brüsseler Wettbewerbshüter. Die EU-Kommission hatte Bedenken, dass der Zusammenschluss zum weltgrößten Handelsplatz dem neuen Unternehmen eine zu große Marktmacht im Derivatehandel gegeben hätte.
 

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Kommentare

7 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wenn man beim nächsten Crash so richtig Ärger haben will,

na, dann macht man die Börse so groß wie möglich. Glückwunsch.

Irgenwann ist doch mal gut, noch größer, noch schneller war bisher ja anscheinend nicht die Lösung, vielleicht aber mit die Ursache für die Finanzkrise(n).

Einfach Gleichung, grosses Problem:
Zu Wenige haben zu viel Einfluß auf zu viel.
Wenn's schief geht, dann richtig.
Geht's schief? Nun, ehrlich, bisher immer, irgendwie.