BörseDax schließt auf höchstem Kurs aller Zeiten

In Europa und den USA legten die Börsen kräftig zu: Mit 8.122,29 Punkten schloss der Dax so hoch wie nie zuvor. Auch der Dow Jones erreicht erstmals über 15.000 Punkte.

Die Anzeigetafel in der Börse in Frankfurt am Main hält einen Dax-Höchstwert fest.

Die Anzeigetafel in der Börse in Frankfurt am Main hält einen Dax-Höchstwert fest.  |  © Frank Rumpenhorst/dpa

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat mit dem höchsten Börsenkurs seit seiner Einführung im Jahr 1988 abgeschlossen: Zum Handelsende erreichte er 8.122,29 Punkte. Der bisherige Rekord im Handelsverlauf liegt bei 8.151,57 Punkten und wurde am 13. Juli 2007 – vor der Finanzkrise – erreicht. Drei Tage später wurde auch der vormalige Höchststand zu Börsenschluss erreicht: 8.105,69 Punkte.

Am Donnerstag hatte die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent für gute Stimmung an der Börse gesorgt.

Anzeige

Da die Zinsen im Euro-Raum so gering sind wie nie, verringert die Inflation das Guthaben der vorsichtigeren Sparer. Das Sparbuch wirft so gut wie nichts mehr ab, Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität wie Deutschland versprechen nur wenig Ertrag. "Was als Anlagealternative bleibt, ist der Aktienmarkt", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank.

Zudem treiben die positiven Arbeitsmarktzahlen aus den USA die Aktienmärkte an: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im April um 165.000, während Volkswirte nur ein Plus von 140.000 Stellen erwartet hatten. Auch der Dow-Jones-Index an der New Yorker Wall Street erreichte daraufhin ein Allzeithoch: Er überwand erstmals die Marke von 15.000 Punkten.

Unter den Einzelwerten im Dax ragten drei Aktien mit Kursgewinnen zwischen sechs und acht Prozent heraus: ThyssenKrupp, Adidas und Continental. Während die Papiere des Sportartikelherstellers und des Automobilzulieferers von unerwartet positiven Quartalszahlen profitierten, stiegen die Titel des Stahlkonzerns aufgrund neuer Spekulationen um einen baldigen Verkauf seiner Sparte Steel Americas.

Einen neuen Rekord gab es vor dem Wochenende zudem wieder im MDax. Der Index mittelgroßer Werte rückte um ein Prozent auf 13.643,33 Punkte vor. Der TecDax stieg um 0,88 Prozent auf 929,68 Punkte.

Im MDax führten die Papiere von Sky Deutschland mit 7,54 Prozent die Gewinner an. Der Bezahlsender befindet sich nach einem guten ersten Quartal auf Kurs zu seinem Jahresziel. Im TecDax zählten die Anteilsscheine von Telefonica Deutschland nach wie erwartet ausgefallenen Quartalszahlen zu den Spitzenwerten und legten um etwas mehr als zwei Prozent zu.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • NoG
    • 03. Mai 2013 19:42 Uhr

    zu den arbeitsmarktzahlen der usa:

    http://blog.markusgaertne...

    ansonsten:

    "Das Sparbuch wirft so gut wie nichts mehr ab, Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität wie Deutschland versprechen nur wenig Ertrag. "Was als Anlagealternative bleibt, ist der Aktienmarkt", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank."

    was soll das gerede vom sparbuch? hier agieren keine kleinanleger.
    der zins ist niedrig, die akteure ersticken in liquiditaet und freuen sich ueber jede noch so vermeintlich postive nachricht...

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Geld wird nur mit verlieren gemacht, ob in kurzer oder in lager sicht. "Einführung in das Zinsgeschäft"

    So sehe ich das auch: Manche ersticken in Liquidität. Die wissen nicht merh wohin und sind froh, wenn sie ihr Geld überhaupt isrgenwo noch unterkriegen.

    Nur ca. 6 Porzent der Deutschen hat Aktien. Wenn man in Zeitungen oder Fernsehen oder Online schaut, hat man das Gefühl, daß mindestens 80 Prozent der Deutschen Aktien haben muß, so ausgiebig ist die Berichterstattung.
    Und wichtig, ist das ganze auch nicht. Als Kind hörte ich im Radio regelmäßg auch die Wasserstandmeldungen des Rheins: "Pegel Maxau 345 gestiegen 2, Pegel Koblenz 321 gestiegen 1 ...." Damals war Radio noch die einzige Möglichkeit, alle Rheinschiffer schnell zu informieren
    Hätte ich einen Frachter gehabt, hätte mich das sicher interessiert....

  1. So geht das:

    Mit dem Jobdatenzuwachs wird Stimmung gemacht und die Kurse in die Höhe getrieben.

    Heutige Meldungen die nicht in den Kram passen, fallen untern Tisch:

    1. Die Stimmung der Dienstleister in den USA hat sich deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex sank von März auf April um 1,3 Punkte auf 53,1 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2012. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA-

    2. Die amerikanische Industrie hat im März einen kräftigen Rückgang an Neuaufträgen hinnehmen müssen. Das Auftragsvolumen fiel verglichen mit Februar um 4,0 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Es war der stärkste Rücksetzer seit August 2012. Die bereits pessimistischen Markterwartungen wurden verfehlt. Darüber hinaus wurde der Orderzuwachs vom Februar deutlich niedriger als bislang ausgewiesen. Anstatt eines Anstiegs um 3,0 Prozent ergibt sich nun ein Plus um lediglich 1,9 Prozent./bgf/hbr

    9 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    @ # 2, 4, 7: Mit Ihren Verschwörungsvermutungen und Prozentrechnungen werden Sie kaum weit kommen. Was hat das mit meinen Bier-Aktien zu tun?

  2. ...muss ja irgendwo hin.
    Wie Forist NoG schrieb, woanders ist einfach kein Geld zu machen.
    Es handelt sich um eine gewaltige Blase den mit der Wirtschaft gehts ja langsam aber sicher weiter bergab. Da ist nichts dahinter wie die EU Kommission heute selbst zugab:
    http://www.zeit.de/wirtsc...

    13 Leserempfehlungen
  3. Goldman Sachs und Co. treiben die Kurse. Mit den schönen Geschichten von alternativlosen Aktien, Inflation usw. Der innere Wert der Aktien ist dabei vollkommen nebensächlich. Nur noch das billige Geld ist maßgebend. Dies führt unweigerlich zur Blasenbildung. Goldman und Co. wissen genau, wann sie in die Blase piksen und dann geht’s wieder runter wie im freien Fall.

    11 Leserempfehlungen
    • Chali
    • 03. Mai 2013 20:24 Uhr

    Wenn das keine gute Nachricht ist:
    Was hoch steigt, wird tief fallen.

    4 Leserempfehlungen
  4. wird tief fallen!

    Die Frage ist nur, ob noch vor oder erst nach der Bundestagswahl. Und das, unabhängig vom Wahlausgang.

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mitnichten! Wer an der Macht ist, wird die Schuld tragen.

    • hairy
    • 04. Mai 2013 13:37 Uhr

    und Affen und der Zufall fallen nicht ganz so tief:
    http://www.spiegel.de/wir...

    bzw. man muss ja immer wieder sagen: an Börsen gewinnen immer nur ganz wenige ganz gut, ein Mittelfeld verdient ein bissel, und eine nicht zu unterschätzend große Gruppe VERLIERT.

    Meine Anlageempfehlung: Investitionen bei Nachhaltigkeitsbanken in sozial verantwortliche Projekte (Kultur, Umweltschutz, kontrollierte ethische Mikrokredite). Man kann da bisher ganz gute Renditen erreichen, und wenn es mal schlechter geht, kam das Geld wenigstens doch jenen Projekten zugute.

  5. Fed , EZB und die Großplayer des Marktes manipulieren den Aktienmarkt Hand in Hand. Beispiel: Die Zinssenkung der EZB um 0,25 Basispunkte hat für die Investitionen von Unternehmen keine Auswirkungen, weil das zur Verfügungen stehen billige Kapital nicht entscheidend ist, sondern die Markt-Voraussetzungen. Und da sieht es mau aus. Also fließt das Geld in Aktien, also in Beteiligungen von Unternehmen für die das gesamtwirtschaftliche Umfeld schlecht ist bzw. schlechter wird.

    Hier werden als keine werthaltigen Unternehmensbeteiligungen mehr gehandelt, sondern Kettenbriefe. Die Großplayer wissen genau, was sie tun: Der Inhalt der Meldungen an sich spielt selbst keine Rolle mehr, sondern die Meldungen werden lediglich als Legitimation für die manipulierte Kursentwicklung genutzt.

    8 Leserempfehlungen
  6. Tummeln sich denn hier nur Linke ?
    Wir sind doch nicht am Neuen Markt. Damals zählten nur die Umsätze der Aktiengesellschaften ( damit sind nicht die Umsätze and er Börse gemeint ).

    Aber von Umsatz allein kann eine Firma auch pleite gehen, was auch reichlich geschah.

    Bei einer Aktiengessellschaft interesseiert mich als erstes der Gewinn je Aktie oder das KGV ( Kurs-Gewinn-Verhältnis ).

    Das ist aber immer noch niedrig.

    Daß die Firmen ordentlich Gewinn machen ist eine andere Sache.

    Bin auch nur Kapitalist und kaufe immer noch Aktien.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Von Betrachtung des KGV rate ich dringend ab, denn buchhalterische Effekte können das doch stark verwässern und außerdem ist das nur sehr kurzfristig von wert. Würde eher einen Fokus auf Cashflows nehmen.

    einer Aktiengesellschaft so rasch wie der Dax innerhalb eines Handelstages 'rumzappelt?
    Ich meine, nein. Deshalb Börse (zumindest in der heutigen Form) ist für mich Casino.

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak

    Verschuldung, Betriebsrentenverpflichtugen für die Zukunft, das Angebot an Produkten und Dienstleistungen und auch Wichtig, die Konkurrenz. Von Prozessrisiken bei einigen mal Abgesehen.

    Ob der jetzige DAX-Kurs der Höchste der vergangenen Zeiten ist, Bezweifel ich mal. Denn dieser DAX-Kurs ist nicht Inflationsbereinigt!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters, nf
  • Schlagworte Börse | Dax | Adidas | Dow Jones | Aktienindex | Aktienmarkt
Service